Rand Paul macht Schluss mit dem ganzen Ron-Paul-Revolutions-Spuk
Von Karl Kraus stammt die Weisheit, der Begriff “Familienbande” trüge den “Beigeschmack von Wahrheit”. Mit diesem Ganovenstück ist nun vor allem eines klargestellt: die seit 2008 (vorübergehend sogar erbittert auf Paxx.tv und andernorts) geführte Debatte ad 1) des Für und Wider von Parteipolitik sowie ad 2) des Für und Wider einer Ankoppelung an kulturkonservative (und damit folgerichtigerweise staatstolerante) Strömungen haben die Paxxies gewonnen. Und zwar nicht nach Punkten, sondern durch K.O.!
Alles andere ist letztlich jetzt eine – traurige – Familienangelegenheit.
Lernen von den Manchesterliberalen: Für einen radikalen und aggressiven Liberalismus
Lernen von den Manchesterliberalen: Für einen radikalen und aggressiven Liberalismus
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| Richard Cobden und John Bright |
Abschied von Roland Baader
Am 8. Januar ist Roland Baader nach langer schwerer Krankheit verstorben. Wir Freunde der Freiheit verlieren mit ihm den wortgewaltigsten und unerschrockensten Kämpfer für unsere gemeinsame Sache. Roland Baader verdanke ich persönlich sehr, sehr viel.
Ich trauere um den größten und kämpferischsten Freiheitsdenker deutscher Zunge, dem ich am meisten vor allen anderen verdanke, in den Irrungen und Wirrungen meiner Sturm- und Drangzeit letztlich doch den Weg zur Idee der Freiheit gefunden zu haben. Ohne seine mich schon als Schüler seit den frühen 90er Jahren inspirierenden Bücher und Veröffentlichungen (etwa in Criticón, in der Schweizerzeit und der Jungen Freiheit und später dann vor allem in seinem Leib- und Magenblatt eigentümlich frei) wäre meine geistige Entwicklung wohl sehr viel unerfreulicher verlaufen.
Roland Baader war ein Leuchtturm für so viele von uns. Sein Lebenswerk wird weiter ein Leuchtfeuer sein, das uns Orientierung bietet und diesen großartigen Menschen unsterblich macht.
Unvergessen, was er uns ins Stammbuch schrieb: “Gefährlicher für die Bewahrung der Freiheit als die erklärten Freiheitsfeinde sind die Lauen, die Gleichgültigen und die Abwiegler, jene, die verkünden, bei der Zerstörung der Freiheit werde „nichts so heiß gegessen wie gekocht“. Diese nützlichen Idioten auch einem im Topf von Kannibalen befindlichen Menschen erklären, er möge sich beruhigen, weil „nichts so heiß gegessen wie gekocht“ werde.”
“Wir trauern um einen Freund” , diese Worte von ef-Herausgeber André F. Lichtschlag sprechen sicher jedem von uns aus dem Herzen. Die nächste Ausgabe von “eigentümlich frei” wird Roland Baader gewidmet sein.
Am Wochenende werde auch ich Roland Baader noch ausführlicher an dieser Stelle würdigen.
Über liberale Staaten, soziale Marktwirtschaften, schwangere Jungfrauen und andere Dinge, die es nicht gibt
Zwei herausragende Lektüreempfehlungen für die Zeit “zwischen den Tagen”, die wir unseren Lesern allerwärmstens ans Herz legen möchten:
1.) “Die soziale Marktwirtschaft: Das gescheiterte neoliberale Projekt” auf Mises.de
2.) “Klassischer Liberalismus versus Anarchokapitalismus” auf Apriorist.de
Viel Freude mit diesen beiden exzellenten Texten und ein besseres neues Jahr 2012 wünscht Euch/Ihnen die Paxx-Redaktion!
Occupy – der faschistische Staat okkupiert die letzten Reste von Markt- und Bürgerfreiheit
Die Freiheitsfabrikanten bringen es in dankenswerter Klarheit auf den Punkt:
“Die Occupy Wall Street Bewegung ist, soziologisch gesehen, klassisch faschistisch. Die von der Krise bedrohten Kleinbürger verlangen nicht wie die (Staats-) Sozialisten generelle Verstaatlichung oder wie die (Staats-) Kommunisten Sozialisierung von allem Eigentum, sondern machen Juden=Spekulanten für die Krise verantwortlich: Für die Krise halten sie die unruhigen Märkte, die in Wirklichkeit dabei sind, die staatlich verursachten Probleme so gut wie möglich auszugleichen. Als Lösung wird die durchgreifende staatliche Regulierung der Märkte angesehen: Die Idee dahinter ist Eigentum ohne Markt. Hartnäckig weigern sie sich anzuerkennen, dass die akute Krise die dem Krieg notwendig folgende Rezession darstellt: Werte, durch Inflation finanziert, sind vernichtet worden und dies hat unweigerlich zur Folge, dass der Lebensstandard sinken muss. Die Krise löst Verteilungskämpfe aus, denn die Frage lautet, bei welchen Personengruppen der Lebensstandard sinkt. Hartnäckig weigern sie sich anzuerkennen, dass die Politiker und Parteien, die sie selbst gewählt und deren Kriege sie mit Hurra und moralischer Rechthaberei legitimiert haben, die Krisenursachen darstellen. Im Gegenteil, von ihnen wird die Lösung erwartet. Auch darin ist die OWS-Bewegung (gleiches gilt für die Protest-Bewegung in Griechenland) faschistisch: In ihr drückt sich als scheinbar spontaner Straßenprotest das Interesse der Herrschenden aus. Denn wenn die Forderungen der OWS-Bewegung durchgesetzt werden, werden genau die Leute, die die Bewegung tragen, weiter verlieren, während die herrschende Klasse aus Staatslenkern und Staatskapitalisten als Sieger dastehen. Ob die bürgerlichen Freiheiten dann jedoch noch so weit intakt sind, dass sich neuerlicher Protest wird artikulieren können, steht dahin. Denn die Liquidierung des Liberalismus steht ganz oben auf der Tagesordnung von OWS, Obama, Merkel und wie sie alle heißen.” — Stefan Blankertz
“Das derzeitige System des “Sozialstaats” ist der permanente Verteilungskampf, nicht nur in der “Krise”. Der fürsprechende Politiker, der Gewerkschaftsboss, der Lobbyist ist nur der sichtbare Kopf der jeweiligen Interessensgruppe, ihre Projektion. Ich würde da niemanden in Watte packen. Sie wollen es, sie laufen ihren Führern nach, sie plappern ihre Parolen, konstruieren ihre Feindbilder, die Führer greifen wiederum auf, sind mehr Resultat als Schöpfer ihrer Bewegung … Und sie bekommen alle, was sie verdienen.
Ich finde dazu immer noch das bastiatisch inspiriertere Bild der “churning society”, der Umrührgesellschaft von A. de Jasay am treffendsten.
Jeder versucht dem anderen so tief wie möglich in die Tasche zu greifen, um am Ende nicht als “der Dumme” dazustehen. Aber in der Masse gesehen kommt damit kaum einer wirklich voran. Es ist nur ein ewiges Hinundher, ein neidiges Gerühre.
Jeder Streik ist Ausdruck dafür. Mehr Lohn für sich selbst, vielleicht noch für die “eigenen Leute”, die Kollegen, definitiv nicht für alle. Das würde ja keinen Sinn ergeben. Mehr für mich auf Kosten anderer. Wer diese anderen sind, will man gar nicht so genau wissen. Am besten eignet sich dazu ein völlig diffuses Feindbild. Je absurder und unklarer um so besser. Was “die anderen” sich natürlich nicht bieten lassen und so streiken sie ihrerseits bzw. vergrößern auf ihre Weise ihren Teil am Kuchen wieder.Faschismus bzw. Korporatismus wäre dann so etwas wie ein zum Halt gekommener Verteilungskampf, im weitesten Sinne: ein handfest fixiertes, längerfristig diktiertes Arrangement bei der Frage der Zuteilung, eine grobe Befriedung der Zustände.” — hanz
Und nachher haben wieder alle nichts gewusst
Kalle Kappner auf freitum.de über den gegenwärtigen Marsch Europas ins Vierte Reich. Omnipotent Government reloaded. Lesebefehl!
Zuwachs in der Libersphäre
Offenbar macht die liberal-libertäre Bloggosphäre ähnlich wie unsere Wirtschaft ihre ganz eigenen Boom- und Bust-Phasen durch. Nach Jahren des Dahinsiechens gibt es nun wieder jede Menge virtuelle Zuwanderung nach Libertopia, eine ganze Reihe vielversprechender Blogprojekte, deren wohlgefällige Aufnahme ich meinen Lesern an dieser Stelle sehr gerne ans Herz lege. Da wäre first and foremost das Projekt Freitum, dessen mit Verve vorgetragene Programmatik so schön ist, daß ich nicht umhinkann, sie in voller Länge zu zitieren:
Wir leben in einer Welt, die durch einen omnipräsenten Etatismus verseucht ist.
Wozu ein solcher Etatismus führen kann, hat das 20. Jahrhundert gezeigt – im
faschistischen Italien, im nationalsozialistischen Deutschland und in der kommunistischen Sowjetunion, aber nicht nur dort. Die Folgen waren und sind katastrophal. Von sozialistischen Intellektuellen wurden diese Folgen stets dem liberalen Wirtschaftsprogramm, also dem Kapitalismus, zugeschrieben. Dies ist jedoch weit gefehlt. Die tatsächlichen Aggressoren dieser Katastrophen waren Staaten und ihre exorbitanten Interventionen, die – wie von FRIEDRICH AUGUST VON HAYEK in seinem Werk ,,Der Weg zur Knechtschaft” richtig erkannt – immer zu Freiheitsentzug führen. Dennoch ist es denn Staaten dieser Erde durch Manipulation und Propaganda gelungen, die Menschen in ihre Knechtschaft zu führen, ohne dass sie es merken. Den Menschen diese Knechtschaft und die dahinter liegenden perfiden Machenschaften aufzuzeigen ist Aufgabe eines jeden Freiheitsfreunds. Nur so wird es auf lange Sicht für uns möglich sein, sich aus diesen uns angelegten Fesseln zu befreien. Dieses Blog widmet sich der politischen Philosophie des Libertarismus, welche sich als einzige konsequent und dezidiert für die Freiheit des Individuums, des Selbsteigentums und gegen obrigkeitsstaatliche Unterdrückung und Willkür einsetzt. Die Maxime dabei lautet: Maximale Freiheit, ohne die Freiheit anderer einzuschränken. Dieses Blog versucht zur Realisierung dieses oft als utopisch abgestempelten Ziels beizutragen. Vorgestellt werden Beiträge aus den verschiedenen Richtungen des Libertarismus, wie etwa der Austrian School of Economics, aber auch aus Richtungen, die punktuell interessante Wege vorschlagen, in ihrer Gänze jedoch abzulehnen sind, wie etwa der Minarchismus.,,Richtungswechsel! Vom Wege zur Knechtschaft zum Wege zur Freiheit!”
Ebenso von mir zunächst unbemerkt startete vor gut zwei Monaten Freiwillig frei , das durch seine Professionalität und ebenso wie Freitum intellektuelle Kompromißlosigkeit besticht. Zum Selbstverständnis schreiben die Autoren:
Wir sind drei denkende Individuen, die die Meinung teilen, dass es in der Welt
nicht so rund läuft, wie es sollte und könnte. Auf dieser Seite wollen wir uns
untereinander und auch mit anderen austauschen, ob das, was wir als Realität
verkauft bekommen auch wirklich die Realität ist.Ziel ist es, die wahren Ursachen für Kriege, Hunger und jede Art von Zwang und Gewalt in der Welt zu finden und sie zu benennen. Nur so ist es unserer Meinung möglich, Lösungen zu finden, die auch beständig sein können. Wir stellen unsere Überzeugungen hier zur Diskussion, um so zu sehen, ob sie standhalten. Von allen Teilnehmern an solchen Diskussion erwarten wir ehrliche Neugier und den Willen, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, um letztendlich durch den Austausch von logischen Argumenten bereichert zu werden.
“Free Market Ideas” auf die Fahnen geschrieben hat sich auch Eva Ziessler, deren aktuelles Statement zu den tragischen Ereignissen in Norwegen mich ganz besonders begeisterte!
Und als wäre das nicht alles schon Grund genug zur Freude ist auch der lange vermißte “Opponent” wieder da – diesmal unter seinem Klarnamen Marco Kanne, aber wie man ihn kennt kein bißchen leisetreterisch!
Wünsche allen Kollegen, mit denen ich auch freundschaftlich verbunden bin, viel Freude beim Vermehren freiheitsfördernder Erkenntnisse und vor allem Spaß. Denn das ist das Geheimnis des Erfolges, wenn man bei all dem Wahnsinn der uns umtost dennoch nicht verbiestert sondern, um mit Horaz zu sprecheh – ridentem dicere verum – lachend die Wahrheit sagen kann!

