Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Ein „starker Staat“ ist der rechtsmittigen Lumpenbourgeoisie durchaus genehm – solange es gegen die Unterschicht geht

with one comment

„Für viele Sarrazin-Fans aus dem bürgerlichen Lager, selbst wenn sie so radikal sind, „Homeschooling“ staatlichen Schulen vorzuziehen, geht ein starker Staat plötzlich in Ordnung, solange die Reklame dafür nur mit Thesen darüber verquickt ist, dass die Angehörigen der Unterschicht tatsächlich minderwertig seien. Die Wirtschaftskrise scheint das Bürgertum doch ordentlich getroffen und starke Abstiegsängste aufgewühlt zu haben. Aber ob diese Ängste mit dem festen Glauben an eine genetische, somit naturbedingte Höherwertigkeit der Eliten wirklich auszuräumen sind?“

 — Arne Hoffmann mit einer sehr zutreffenden Beobachtung, der man nichts hinzufügen braucht, außer vielleicht noch der Feststellung des Agoristen:

„Der gerade in deutschen Landen oft anzutreffende „konservative“ Wald-und-Wiesen-Wirtschaftslibertäre aus dem Umfeld zwielichtiger Steuersenkungsparteien dürfte unter Kapitalismus tatsächlich den gegenwärtigen realkapitalistischen Status quo verstehen – nur eben minus den Staat, der an seiner Spitze steht und den Wohlstand einer kleinen Elite strebsamer, genialer Herrenmenschen abschöpft.“

Written by dominikhennig

26. September 2010 um 04:44

Veröffentlicht in Etatismus, Klare Kante

Eine Antwort

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  1. Mir wird bei der Sarrazin-Debatte auch ganz mulmig, gerade weil so viele Libertäre den vermeintlichen „Tabubruch“ bejubeln und sich einreden, nun sei mithilfe „bürgerlicher“ Systempresse die Zeit eines freieren Meinungsklimas gekommen. Dabei machen die Gesinnungsblockwarte bloß ein paar Bauernopfer, um uns hernach die Schlinge noch fester um den Hals würgen zu können.

    Der Wisnewski (der manchmal etwas übertreibt) liegt vollkommen richtig mit seiner Diagnose in diesem Fall:

    „Die Frage ist nur: Warum kann man auf der »Bild«-Animation statt dessen nur »Wahrheiten« über Ausländer und Migranten lesen? Ganz einfach: Weil die hinter der »Bild«-Zeitung stehenden Eliten sich lieber an die Spitze einer ausländerfeindlichen Bewegung setzen, statt über die noch viel größeren Lügen als die Segnungen einer ungehinderten »Migration« zu reden. Lieber opfern die Eliten ihr Lieblingskind, die ungebremste Migration, statt die noch viel größeren Betrügereien und am Ende sich selbst. Deswegen versuchen sie nun, die Wut und den Gesprächsbedarf zu kanalisieren. Schaut man sich die »Bild«-Parolen an, geht es neben Ausländern ausschließlich gegen Randgruppen und sozial Schwache. Das heißt: Die Volkswut soll auf genau diese Gruppen gelenkt werden. Eine perfide Strategie, um von ganz anderen Problemen abzulenken.“

    Zampano

    26. September 2010 at 05:01


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