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FDP-Generalsekret Lindner: klassischer Liberalismus ist Extremposition

with 5 comments

von hth
FDP-Generalsekretär Christian Lindner will weg vom Bild der Steuersenkungspartei“, lese ich auf Spon, und frage mich kurz, ob es die FDP jetzt in ihrer Verzweiflung mit ein bißchen echter Staatsskepsis versuchen will. „‚Wir wollen einen starken Staat, der als Ordnungskraft die Regeln des wirtschaftlichen und sozialen Lebens setzt.‘ Die von der FDP lange verbreitete Botschaft ‚weniger Staat, mehr Freiheit‘ bezeichnete Lindner als ‚Extremposition‘.“ Soviel dazu. 

Ursprünglich erschienen auf Der Agorist.

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Written by dominikhennig

27. September 2010 um 22:10

5 Antworten

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  1. Ist das denn wirklich so? Ich hör das immer nur von Politikern in den Medien, aber im RL kenne ich *niemanden*, der nach (noch) mehr Regulierung und mehr staatlicher Einmischung ruft. Niemanden. Nicht einen einzigen.
    Ich mein, wenn… Lindner gesagt hätte, man darf nicht nur von Steuersenkungen reden, sondern man muss auch sehen, dass man den Leuten das tägliche Leben und Wirtschaften einfacher macht, dass man Bürokratie und überflüssige Vorschriften abbaut und individuelle Freiräume schafft, dann hätte mein Status exakt umgekehrt ausgesehen. Aber sich hinzustellen und trotz des erstickenden Dickichts aus Regeln, Verordnungen und Bestimmungen von Kommunen, Ländern, Bund und EU, vom Dosenpfand bis Rauchverbot, Super-GEZ, Solariumsteuer, Totalüberwachung, Kontoausspähung, Jugendschutzwahn usw. usf. davon zu faseln, man müsste ja nur mit einem noch stärkeren Staat noch mehr Regeln erfinden, erlassen und kontrollieren und dann würde alles gut, da muss man doch sagen, der hat den Schuss nicht gehört.

    Und ich glaube auch nicht, dass man mit so was Wählerstimmen bekommt. Ich mein, wer zu Tode reguliert werden will, der braucht doch einfach überhaupt nichts zu tun, das passiert ja von selbst, also warum in aller Welt sollte man *dafür* FDP wählen?

    chrisv

    27. September 2010 at 22:15

    • Also mir begegnen jeden Tag viele Menschen, die nach mehr Regulierung rufen. Regulierung im Finanz“markt“, Regulierung von Managergehältern. Der Gedanke, dass Regulierung Probleme löst, scheint noch lange nicht ausgestorben zu sein ;).

      Kalle Kappner

      28. September 2010 at 11:37

      • Hier gilt wie immer: *die anderen* sollen reguliert werden. Man selber natürlich eher nicht. Eine eigene Belastung kommt nur infrage, wen es die anderen auch ordentlich trifft, am besten doppelt und dreifach. Das ist die Logik des Staates.

        waulmurf

        28. September 2010 at 23:31

  2. Willkommen im Club: Castro, Chavez, Ortega, Lindner!

    Murat

    28. September 2010 at 07:15

  3. In der heutigen Zeit, in der der Staat dem Steuerzahlenden über die Hälfte von dessen Einkommens wegnimmt, in der der Staat die innere und äussere Sicherheit, das Geldwesen, das Bildungswesen, das Gesundheitswesen, das Transportwesen und das Rechtswesen direkt kontrolliert und die restlichen Wirtschaftssektoren mindestens mässig (häufig aber extrem) stark reguliert, und in der der Staat Millionen von Bürgern ohne Scham zu diversen Zwangsarbeiten aufbietet, bezeichnet der FDP-Generalsekretär Christian Lindner jene Personen, die “weniger Staat, mehr Freiheit” wollen, als Extremisten.

    Danke.

    Benjamin B.

    4. Oktober 2010 at 01:03


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