Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Erinnerungen an Benjamin Tucker

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„Memories of Benjamin Tucker“
German translation by Christian Butterbach.

Von John William Lloyd (1935)

[Der folgende Essay stammt aus den persönlichen Papieren von John William Lloyd, einem Radikalen des 19. Jahrhunderts, der an einer Liberty genannten bahnbrechenden Zeitschrift mitwirkte. Liberty wurde von Benjamin Tucker herausgegeben, einem frühen Individualanarchisten, leidenschaftlicher Gegner von Staatssozialismus und Autor von Essays, die in Instead of a Book, by a Man Too Busy to Write One (1893)*) gesammelt sind. Murray N. Rothbard, in seinen politischen Schriften, schöpfte aus Tuckers Argumenten gegen den Staat, und Tuckers Schriften fahren fort Libertarier zu inspirieren. John William Lloyd war auch ein enger Freund von Tucker. Lloyds kürzlich entdeckten Papiere werden von Wendy McElroy**) und Catherine Dees an die Ward and Massey Libraries des Mises Institute gestiftet.]

Mein erster (geistiger) Kontakt mit Benjamin R. Tucker ereignete sich im Winter 1884-1885, kurz nachdem ich Mitglied der Blodgett Health Colony in Waldena, Florida, geworden war. Vorher, in Tennessee, hatte George Schumm, aus New York City, mich von den Ideen der „Karl Heinzen Democracy“ überzeugt, für deren Verbreitung er eine kleine Zeitschrift herausgab. Jetzt schrieb er mir, daß ein wunderbarer Mensch, mit Namen Tucker, ihn zum „Individualanarchismus“ bekehrt hätte, und er hatte seine Zeitschrift eingestellt.

Gerade dann kam, aus dem hohen Norden, hinunter zur Kolonie, Evald Hammar, der Schwede, der sich als Anarchist ankündigte, was unsere Neugier sehr weckte. Hammars Erscheinungsbild entsprach wirklich der Art wie ein Zeitungsmann die Spezies beschreibt. Er war nachlässig gekleidet, klein und stämmig, hatte einen Struwwelkopf von gelben Haaren, und sein breites Gesicht war fast versteckt von einem riesigen gelben Bart. Aber er war fein gebildet, belesener als irgendjemand unter uns, hatte schöne, sanfte blaue Augen und eine leise angenehme Stimme.

Wir Siedler hatten ein wöchentliches Sonntagstreffen organisiert zur Erörterung fortgeschrittener Ideen, und ich war zum Vorsitzenden gemacht worden. Die Blodgetts, kaum wissend was das Wort Anarchismus bedeutete, luden Hammar ein, uns bei einem dieser Treffen einen Vortrag über das Thema zu halten, und wir alle unterstützten den Antrag. Er hielt uns einen guten Vortrag, aber Sam Blodgett geriet so in Aufregung über einige der „hochverräterischen“ über unsere Regierung geäußerten Dinge, daß er von mir verlangte, Hammar auf der Stelle zu stoppen. Ich entgegnete, daß unsere Treffen für die Förderung des freien Denkens und der freien Rede seien, und solange ich Vorsitzender sei jeder sagen könne was er wolle. Die andren Siedler spendeten rundheraus Beifall hierzu, und Sam schmollte. Aber am nächsten Tag versuchte er, als Chef der Siedlung, einen Boykott gegen den armen Hammar zu organisieren, aber das ging nach hinten los, und er stellte fest, daß wenn irgendjemand boykottiert wurde, er selbst es war. Ich mochte Hammar von Anbeginn, und wir wurden lebenslange Freunde. Er lieh mir Liberty, und ich verfiel dem Zauber von Tucker, korrespondierte mit ihm, abonnierte seine Zeitschrift und wurde ein Mitarbeiter derselben für den Rest meiner Zeit in Florida, viele Wortgefechte zur Verteidigung seiner Ideen austragend.

Dann kam die Katastrophe. Eine Epidemie überrollte Florida, sein „Boom“ ließ nach, die Arbeit mißlang, meine Frau starb, und ich brachte meine zwei Kinder zurück ins alte Heim in New Jersey. New York war nicht weit weg, und dann natürlich traf ich Tucker persönlich. Er war sehr anders als Evald Hammar und entsprach in keinster Weise dem journalistischen Bild der Artgenossen.

Ich traf einen gepflegten Mann, elegant gekleidet, mit einem sorgfältig gestutzten dunklen Bart (Bärte waren damals modern), einem dunklen Teint, glühenden schwarzen Augen, einem häufigen wenn auch vielleicht etwas nervösen Lachen, und einer reizend freundlichen Art, die ihn meines Wissens nie verließ. Meine Arbeit erlaubte es mir nicht ihn sehr oft zu sehen, aber dann und wann besuchte ich ihn doch bis er schließlich wegging um auf immer im Ausland zu leben.. Ich erinnere mich, daß er mich einmal zum Mittagessen eingeladen hat mit ihm und John Henry Mackay, dem deutschen Dichter, der gerade aus Deutschland gekommen war um ihn zu besuchen.

Tucker war in Höchstform, aber es tut mir leid sagen zu müssen, daß meine Erinnerung an das Aussehen von Mackay nicht so deutlich ist wie ich es mir wünschte; aber ich ertappe mich dabei an ihn zu denken als an einen blonden Mann, leicht grau und eher klein, mit feinen blauen Augen und einer entzückend lebhaften Art zu reden, in hervorragendem Englisch. Er sprach zu uns über Angelegenheiten in Europa, die Verbreitung anarchistischen Einflusses dort, und über seine Gedichte. Eine Anekdote blieb hängen, die triviale. Über seinen ersten Besuch in Paris, als er in einem Café dort dem Absinth begegnete, ein für ihn neues Getränk.Da er niemanden hatte der ihn warnte, nahm er eine wirklich gefährliche Dosis, und fühlte sich körperlich so gelähmt, daß er sogar nicht von seinem Stuhl aufstehen, geschweige denn gehen konnte. Aber sein Verstand, sagte er, wurde wunderbar klar und erhellt. Er beschrieb dies alles lachend, auf eine äußerst plastische Art.

Tucker hatte einen enormen Einfluß auf uns junge Anarchisten damals und war unser Held. Gutaussehend, ein genialer Übersetzer , ein Herausgeber von akribischer Sorgfalt und Vollendung, ein prägnanter logischer Geist, mit einem Glauben an und einer Begeisterung für seinen „ismus“, die keine Grenzen kannten, war er wie eine starke Strömung die uns mitriß. Josiah Warren, Pierre J. Proudhon, Wm. B. Greene, Lysander Spooner wurden uns als unsere Götter gegeben, während Auberon Herbert, Herbert Spencer, Stephen Pearl Andrews und einige andere beinahe ebenfalls in den Pantheon aufgenommen wurden.

Tuckers Art zu schreiben war es die hauptsächlich die Aufmerksamkeit auf ihn zog. Kein feurigerer und wütenderer Apostel hat je zur Feder gegriffen. Ein wahrhafter Berserker der Dialektik. Er war dogmatisch bis zum Gehtnichtmehr, auf arrogante Art sicher, einschüchternd und dominant, seiner „Senkschnur“ treu, gleich wer erschlagen wurde, und duldete keine Meinungsverschiedenheit, Widerrede oder Ablehnung. Bissiger Sarkasmus, ätzende Geringschätzung, Beschimpfung die manchmal fast eine wirkliche Beleidigung war, ergossen sich auf jeden der es wagte Kritik zu üben oder sich zu widersetzen. In dieser Hinsicht erinnerte er mich an meinen alten Medizinlehrer, R. T. Trall, M.D. Er hielt alle die den Anarchismus nicht akzeptierten für Dummköpfe oder Fast-Dummköpfe und ließ es sie schnell wissen. Er haßte nichts mehr als Kommunismus und die Anarchokommunisten pflegten ihn „den Papst“ zu nennen. Man konnte Liberty nicht lesen ohne den Eindruck zu gewinnen daß er ein Feuerfresser war, die meiste Zeit zornig.

Dies hatte ohne Zweifel die Tendenz Gegner zu vergraulen, da aber eine uneingeschränkte Behauptung und leidenschaftlicher Glaube viele Leute besser überzeugen als irgendein Argument, brachte dies ihm auch viele Konvertiten sowie den Ruf ein, eine Art Feuer und Rauch spuckender Drache zu sein.

Und zweifellos färbte er auf uns alle ab. Denn ich entsinne mich, daß irgendein Kommentator seinerzeit über „die drei vernichtenden Kritiker von Liberty — Tucker, Yarros und Lloyd“ schrieb, ich muß also verwickelt gewesen sein.

Aber das Leben ist voller Widersprüche und Tucker wurde bald zu einem Rätsel für mich. War er ein Jekyll und Hyde? Denn dieser verwegene Kerl auf dem Papier, war, wenn man ihm persönlich begegnete, der freundlichste, umgänglichste und charmanteste Gentleman den Sie sich überhaupt vorstellen können, liebenswürdig, sanft und immer lächelnd. Ich dachte, dies sei seine Haltung mir gegenüber, doch ich habe es nicht erlebt, daß irgendjemand jemals von ihm ein gesprochenes harte Wort bekommen hat, und ich habe bis heute niemals von jemandem gehört, der es bekommen hätte. Von Angesicht zu Angesicht war dieser Tiger eine Taube. Ich erinnere mich an meinen Freund Albert Chavannes, der mir von seinem Interview mit Tucker als er New York besuchte erzählte. „Nun“, sagte er, entzückt lachend, „ich empfand ihn als den Piraten mit dem sanftesten Benehmen, der jemals eine Gurgel durchtrennt oder ein Schiff versenkt hat.“

Und ich erinnere mich, daß ich mich eines Abends neben Tucker sitzend in einem radikalen Meeting befand, dessen Zweck ich jetzt vergessen habe. Nach einer Weile wurde ich aufgefordert eine Rede zu halten.. Aber ich war kein guter Redner. Nicht daß ich mein Publikum gefürchtet hätte, oder meine Stimme schwach gewesen wäre, aber ich schien „unfähig auf meinen Füßen zu denken“, wie das Sprichwort sagt, da ich mein ganzes Leben lang daran gewöhnt war meine Ideen stückweise und nicht öffentlich niederzuschreiben und jede Zeit der Welt hatte sie gedanklich zusammenzufügen. Und was schlimmer war, mir fehlte das Talent des Predigers einen vorgegebenen Text in unendliches Wortgeklingel auszudehnen, ich hatte stattdessen eher die Tendenz eine Gruppe von Ideen in einen Aphorismus zu verdichten, um dann für den Augenblick leer von Gedanken und Wörtern zu werden. So erhob ich mich und erklärte der Gesellschaft, daß ein Mann seine Grenzen kennen sollte und meine Sprache beschränkt sei. Wobei irgendeine schmeichelhafte Dame, deren Name ich ebenfalls vergessen habe, falls ich ihn jemals kannte, quer durch den Raum zurief „Aber Ihre Feder nicht!“ — woraufhin ich lächelte, mich in Richtung der Dame verneigte und mich hinsetzte.

Der nächste Aufruf war für Tucker. Ich war nie zuvor mit Tucker in einer öffentlichen Versammlung gewesen und ich erwartete, und ich glaube die Mehrzahl der Anwesenden auch, einen feurigen und sprachgewaltigen Wortschwall, der die Heiden würde erzittern lassen. Aber zu meiner vollkommenen Verblüffung stand er auf mit einem, wie mir schien, nervös verlegenen Lächeln, entschuldigte sich mit wenigen Worten und setzte sich hin. Da begann ich zu denken, daß ich vielleicht Tucker würde verstehen können.

Psychologie war damals kein so wichtiges Fachgebiet wie heutzutage. Der Begriff „Abwehrmechanismus“ war noch nicht gebräuchlich, glaube ich, aber wir hatten das Wort „Bluff“. Tucker hatte mir ein lebensgroßes Bild seiner selbst gegeben das mir nun sehr aufschlußreich erschien. Hierin war offensichtlich sehr viel Pose, zurückgelehnt gegen ein Regal, die Beine übereinandergeschlagen, die Hände in die Tasche gesteckt auf eine „wurstige“ Art, einen grimmigen Ausdruck im Gesicht, die Nasenflügel geweitet, und alles in seiner Haltung atmete Trotz der ganzen Welt gegenüber.

Also, ich gelangte zur Einsicht oder Auffassung, zu Recht oder zu Unrecht, daß seine ganze Wildheit ein Bluff war, eine Abwehrpose. Daß er in Wirklichkeit einer der liebenswürdigsten, süßesten, nettesten Menschen war, begierig von jedem geliebt und bewundert zu werden, innerlich schüchtern und gehemmt, der sich einfach nicht dazu durchringen konnte, irgendjemandem etwas unhöfliches oder unfreundliches zu sagen, wenn er ihm gegenüberstand. Aber jemand der sich zweifelsohne Vorwürfe machte und sich haßte für diese Schüchternheit und moralische Schwäche (wie er es sah), die ihn daran hinderten ein wortgewandter Redner und sagenhafter Debattierer und ein Meister im Gespräch und am Rednerpult zu sein. Darum, auf die gewohnte alte Art, um zu kompensieren und sich gegenüber sich selbst zu rechtfertigen, sobald er hinter den Schutzpanzer seiner Feder und seines Papieres gelangte, legte er lodernd los entsprechend seinen Idealen. Beide Facetten entsprachen ihm, aber sie konnten nicht gleichzeitig in ihm zusammenkommen.

„Tolldreister Ben Tucker“ hatte ich ihn genannt als ich ihn zuerst erlebte, aber nun meinte ich seine Facetten in einem andern Licht zu sehen.

Ein andres Rätsel, das im letzten Augenblick auftauchte, war, warum dieser inbrünstige Propagandist, so prominent und unermüdlich, auf der Höhe seiner Laufbahn, wie es schien, bei guter Gesundheit und in der Blüte seiner Kräfte, plötzlich aufhörte und schwieg als sei er gelähmt, seine Geschäfte einstellte und wegzog um sich in Frankreich zu verstecken, wie ein pensionsreifer Geschäftsmann der von seinem Einkommen lebt, und nie mehr ein Wort von sich gab.

Ich erinnere mich, daß ich eines Abends in Montreal mit Horace Traubel sprach, der in seiner plötzlichen ungestümen Art „Benjamin Tucker wuchs nie einen Zoll.“ sagte. Was ich zu verstehen glaubte, stimmte überein mit meiner eigenen Idee, daß Tucker mit endgültigem Vertrauen glaubte, daß er die vollkommene Gesellschaftsphilosophie gefunden habe, alles gesagt habe, immer wieder, daß er müde war sich zu wiederholen und geschafft war. Er hatte der Welt das perfekte Evangelium des Gesellschaftlichen Heils gegeben, und es gab nichts darüber hinaus. Trotzdem scheint es seltsam, daß ein Mann mit seinen literarischen Fähigkeiten und Vorlieben nicht fortfuhr aus dem Französischen zu übersetzen.

Sie war interessant, die kleine Gruppe, die ihm am nächsten stand. Der hochgewachsene John Beverley Robinson, der Architekt; der lockenköpfige, brillentragende kleine George Schumm, der Korrektor, begeistert und erregbar, und Emma Schumm, seine Gefährtin, dünn, sehr schüchtern und still, die deutsche Übersetzerin; (die beiden waren Anhänger der freien Liebe, aber in Wirklichkeit die treuesten Monogamisten die ich je traf); die dunkeläugige bildschöne Elizabeth Holmes, mit Oliver Wendell Holmes verwandt; der blonde Clarence L. Swartz, immer lächelnd, gutmütig, auch ein Korrektor und manchmal stellvertretender Herausgeber der Liberty; Cynthia Treagear, die Krankenschwester aus dem Blind Babies Home (Heim blinder Babys), mit dem wunderschönen Mund, wehmütigem Gesicht und dem mütterlichen Lachen; E.C. Walker, der fähige Redakteur, Schwiegersohn von Moses Harman; Victor Yarros, der scharfsinnige kleine Jude, der so schnell und so fabelhaft die englische Sprache beherrscht hat; Florence Johnson, Enkelin von Moses Hull, und ihre drei gescheiten Töchter. Natürlich viele andere, aber ich kannte sie nicht alle. Wirklich ein stattlicher Haufen, und jeder mit großem Talent in irgendeiner Richtung.

Ich denke Tucker hatte echte Achtung für mich, aber ich muß eine Prüfung für ihn gewesen sein.Denn ich war nie ein völliger Konvertit. Obwohl ich es damals nicht wußte, nahm der Humanismus in meinem Hinterkopf Gestalt an als etwas großartigeres als Anarchismus. Ich war ein unverbesserlicher Moralist, und Tucker verachtete Moralismus.Ich bejahte Naturrechte, und Tucker sagte es gäbe kein Naturrecht außer das Recht der Macht, und Menschen müßten zusammenkommen und Rechte schaffen wenn sie welche wollten.Wir gerieten hierüber immer aneinander und schließlich, als die Frage der Kinderrechte angeschnitten wurde, kam es zum Spagat. Ich war entsetzt über seinen Machtspruch, daß das Kind ein Arbeitserzeugnis der Mutter sei und sie das Recht hätte ganz nach Belieben alles mit ihm zu tun was sie wolle. Also zog ich mich vom Tuckerismus zurück, obgleich ich mich weiterhin als Verfechter des Anarchismus betrachtete — aber die Zeit war dazu bestimmt meinen ganzen Anarchismus ebenfalls wegzunehmen.

Doch Tucker und ich blieben persönlich gute Freunde, ich bewunderte, ehrte und achtete stets diesen Mann für seine absolute Aufrichtigkeit, seine großartigen Fähigkeiten, seinen wirklichen Mut; er war sehr liebenswert, und seine Absichten waren immer ganz in Ordnung, und ich denke noch immer so. Er schien mir so viel besser als seine Ideen, die ihn festhielten wie ein eisengepanzerter Anzug , auf ihm verriegelt, dem er nie entweichen konnte, und der ihn daran hinderte, wie Traubel sagte, jemals einen Zoll zu wachsen. Gerade die Konsequenz einiger Männer ist ihr tödliches Verderben.

Die wunderschöne Pearl Johnson, mit dem klassischen Gesicht, wurde seine Frau, und da sie eine eifrige Freundin meiner Tochter Oriole war, nannte sie ihr Baby, als es zur Welt kam, ebenfalls Oriole. Und was für außergewöhnliche Augen diese kleine Oriole Tucker hatte. Sie gingen mir nie mehr aus dem Kopf, denn ich habe nie Augen wie diese gesehen. Ich erinnere mich, daß sie alle hinauskamen in meine Wohnung in „Out-of-the-way“ („Gottverlassenes-Nest“) in Westfield, New Jersey, bevor Ben wegging um auf immer in Europa zu leben.

Tuckers Büro in New York war, in meiner Erinnerung, ein ziemlich kahler Raum, mit Tisch und Bürostuhl auf einer Seite und einem großen Stapel zusätzlicher Exemplare von Liberty entlang der anderen Wand. Ich bin mir sicher, daß es keine Schreibmaschine gab. Ich glaube er schrieb immer mit der Hand.Und was für eine Schrift er hatte, für einen Literaten, klar wie ein Kupferstich, vollkommen in der Form, und immer dieselbe — nicht das geringste Zeichen von Nervosität oder seelischer Aufregung.

J. William Lloyd

17. Juni 1935

*) Anstelle eines Buches, von einem Mann, der zu beschäftigt ist eins zu schreiben

**) Wendy McElroy, eine führende Autorität Tucker betreffend, fand diesen Text und bereitete ihn für die Veröffentlichung vor. Sie können sie über erreichen. Siehe auch ihren Überblick über Tucker. Einige Essays von Tucker: Staatssozialismus und Anarchismus; Individuelle Freiheit, Anarchismus und der Staat; Die Nutzlosigkeit der Wahlen; Die Post und der private Postdienst; Freiheit und der Boykott

[Aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt von Christian Butterbach.]

[German translation © 2002 by Christian Butterbach. All rights reserved]

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Written by floriangrebner

19. Oktober 2010 um 22:04

Veröffentlicht in Geschichte

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