Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Debatte: Mit wem „in die Anarchie“?

with 32 comments

Nachdem Dominik schon einmal frei in die Runde gefragt hat, folgt nun eine weitere allgemeine Runde.

 

Diesmal ist das Thema: Mit wem „in die Anarchie“?

Die Frage bezieht sich darauf, mit welchen anderen (anti-)politischen Strömungen die einzelnen Leser zusammen arbeiten würden um den Traum von der Anarchie zu verwirklichen.

Also, mit wem „läuft was“?

Beispiele: Liberale, „linke“ Anarchisten, Minimalstaatler, (Räte)kommunisten, Primitivisten, Unpolitische …

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Written by floriangrebner

3. November 2010 um 18:45

Veröffentlicht in Debatte

32 Antworten

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  1. Mit allen konsequent für die ihre persönliche Freiheit, für die unbeschränkte Verfügungsgewalt über sich selbst und ihr Eigentum eintretenden Menschen.
    Jeder der auch einen Minimalstaat ausschließt und für eine selbstverwaltete Gesellschaft ist.
    Ob Linke, die für die „Arbeiterklasse“ und Gewerkschaften kämpfen oder Rechte, die das Gewaltmonopol des Staates befürworten – sie alle haben hier nichts zu suchen.

    Dr. Werner Ende 

    4. November 2010 at 09:09

  2. Ich halte die Goldene Regel fuer ein gutes Kriterium um die Guten von den Boesen zu unterscheiden. Kommunisten, solange sie freiwillige Kommunen befuerworten und niemandem den Beitritt zu einer Kommune aufzwingen wollen, waere danach ok, mit Minimalstaatlern sieht es schon schlechter aus – die wollen eine verbrecherische Organisation mit Monopolrechten.

    Als Buendnispartner in der einen oder anderen Frage sind sie natuerlich trotzdem zu gebrauchen. Aber selbst Nazis koennen ja in speziellen Fragen Buendnispartner sein (bspl. Redefreiheit, gegen Verbot der Auschwitzluege).

    Ilja

    4. November 2010 at 12:21

    • Redefreiheit? Warum sollte es das geben?

      nl

      9. November 2010 at 10:16

  3. Mit wem “in die Anarchie”?

    Na, mit Euch … und/oder einschlägiger Literatur, um den „Traum von der Anarchie“ in Zusammenarbeit des eigenen mit gleichgesinnten Köpfen wieder + wieder durchzuspielen. Von der greifbaren Möglichkeit zu einer (anti-)politischen Verwirklichung kann doch wohl keine Rede sein. Im zwar weg_zudenkenden, real aber superkompakt bestehenden politischen Rahmen ist Anarchie nur individuell erwichsbar …

    Gimme a Total_Systemic_Financial_Breakdown (TSFB) oder einen Meteoriteneinschlag (ME) … dann reden wir weiter 😉 !

    Gruebler

    4. November 2010 at 13:48

  4. @Florian: Diskussion in den Comments hier & im Forum auf Ancaps.de? Ist etwas zwiegespalten. Ich würde mich auf eins von beiden einigen (halte Comments für geeigneter). Dafür ein Link auf das Forum?

    @Alle:
    Kommt auf AnCaps.de! Da reden wir ständig über sowas 🙂

    Bleicke

    4. November 2010 at 19:06

  5. Ganz einfach.
    Mit allen, die die freie Marktwirtschaft befürworten 😉

    Adolescent

    5. November 2010 at 13:00

    • Wieso nur mit denen? Was ist mit jenen, die zwar selbst ein anderes Wirtschaftssysten bevorzugen, dieses jedoch nur auf freiwilliger Basis mit anderen ausleben wollen und niemandem aufzwingen wollen?

      Kalle Kappner

      6. November 2010 at 12:36

      • Das wäre in letzter Konsequenz natürlich auch Marktwirtschaft.

        nl

        9. November 2010 at 10:19

  6. Mit „Strömungen“ würde Ich nicht zusammenarbeiten, mit Individuen gerne.
    @Gruebler: Anarchie wird jeden Tag überall auf der Welt tausendfach verwirklicht – nämlich überall da, wo Menschen friedlich und freiwillig zusammenkommen, ohne daß ein Herrscher sich einmischt.

    Ulrich Wille

    5. November 2010 at 20:14

    • Ulrich Wille kann ich nur zustimmen. Ob Stirner, Mises, Rothbard, Hoppe – es geht immer und ausschließlich um Individuen.
      Und es sind mir Leute mit einem klaren Kurs wie Roland Baader – auch wenn ich mit ihm bezüglich Religion und Minimalstaat nicht übereinstimme lieber als Ideologen, die konservative oder sozialistische Elemente mit libertären vermischen. Mit freundlichem Gruß Dr. Werner L. Ende   6. November 2010
      werner.ende@stay.free.de
      http://www.stay-free.de

      Dr. Werner Ende 

      6. November 2010 at 04:42

  7. @ Ullrich Wille

    Korrekt.

    Ich aber habe lange gegruebelt und zur exemplarischen Darstellung, wie und mit wem Anarchie zu verwirklichen sei, die auf freiwilliger Friedfertigkeit basierende Interaktion mit sich selbst gewählt, bei der die allzeit herrschende Gefahr, dass einer den anderen beherrschen wollte, am wenigsten gegeben ist 😉 …

    Kennt der Anarchist keinen anderen Herrscher als den Staat?

    Gruebler

    6. November 2010 at 11:29

  8. P.S.: Und komm er mir jetzt nicht mit dem „freien Willen“! Marie v. Ebner-Eschenbach: „Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.“

    Lieben & Hassen: Wir sollten es uns abgewöhnen! Dann liefe das mit der Anarchie praktisch wie von selbst 🙂

    Gruebler

    6. November 2010 at 11:40

  9. Zunächst mal geht es nicht um Anarchie sondern um staatenlose Gesellschaft, bzw. Aufbrechen des Gewaltmonopols. „Anarchie“ und nur der ideelle Gedanke.

    Der Weg dorthin verträgt natürlich keine Kompromisse. Er kann schon gar nicht mit oder durch irgendwelche bekloppten Strömungen erreicht werden. Wenn dem so wäre, bräuchte man ja nur Däumchen drehen. Deswegen verstehe ich schon den tieferen Sinn der Fragestellung nicht.

    Eher wäre zu fragen, mit welchen Anarchisten ist das zu erreichen? Wobei es sonne und solche Anarchisten gibt; d.h. es gibt auch solche Vögel, die sich fröhlich „Anarchist“ nennen oder so tun als ob, die es aber nicht so ganz genau nehmen, die die Wissenschaft des menschlichen Handelns ablehnen, die sich nicht vorstellen können wie ethisch begründbare Rechte entstehen können oder wie man sie durchsetzt, die sich von Stiftungen oder Parteien bestechen oder anquatschen lassen, die so einen halbgaren reißerischen Dreck wie eigenartig frei und Jungle Freizeit abonnieren oder gutheißen, die mit amerikanischer Fahne für den Kapitalismus demonstrieren, die Parteien gründen und Unterschriften sammeln wollen, die für Aufklärung streiten, die den Staat für zu mächtig halten, die sich bei FSP angemeldet haben usw. usf.

    Ich bin mir nicht sicher, wer dann noch überbleibt – außer mir.

    nl

    7. November 2010 at 17:55

  10. @ nl

    > „Ich bin mir nicht sicher, wer dann noch überbleibt – außer mir.“

    :)))) … na ja, ich wüsste noch ein paar, mit denen Sie sich zur Not zusammentun könnten …

    Aber im Ernst: Unbestechlichkeit ist ein grossartiger Wesens-Zug. Er fährt halt selten. Und: Hauptsache die Lehre bleibt rein – und all der Schmutz praktischer Bestechlichkeit draussen; nur so gewinnt die Idee.

    @ Dr. Ende

    Wenn das „ein Schuss in den Ofen“ gewesen sein soll, dann wollen sie vielleicht lieber „Die musikalische Interpretation eines Jahrhundertbuches“ in Ihr Gedankengebäude einbeziehen? Hier eine interessante, sehr individuelle Betrachtung zum ‚Einzigen“, veröffentlicht in einer noch unverdünnten ‚ef‘ des Jahres 2004, Seiten 12 – 14; ich hoffe, es gefällt:

    http://ef-magazin.de/media/assets/pdf/ef041-screen.pdf#page14

    Gruebler

    8. November 2010 at 15:29

    • @Gruebler
      mein Kommentar bezog sich nicht auf diesen Blog, sondern den Stirner Artikel und hier konkret auf den Vergleich mit Karl Marx, dessen Ideologie ja wirklich „Ein Schuß in den Ofen war“.

      Dazu sehr lesenswert: Löw, Konrad. Der Mythos Marx und seine Macher. Wie aus Geschichten Geschichte wird. München: Langen/Müller, 1996.
      Mit freundlichem Gruß
      Dr. Werner L. Ende   8. November 2010
      werner.ende@stay.free.de
      http://www.stay-free.de

      Dr. Werner Ende 

      8. November 2010 at 16:03

  11. > Und: Hauptsache die Lehre bleibt rein – und all der Schmutz praktischer Bestechlichkeit draussen; nur so gewinnt die Idee.

    Das hat nichts mit unvorhersehbarer Nestbeschmutzung der Lehre zu tun, sondern mit praktischer Notwendigkeit des menschlichen Handelns. Ich betrachte das als Unternehmen, sogar als sehr lukratives Unternehmen. Nur kann man kein Unternehmen zum Erfolg führen mit Grüblern und Zauderern und jenen die sich nicht so recht dafür interessieren. D.h. es müssen schon „Unternehmer“ sein und es ist bekannt, dass nicht jeder den Unternehmergeist, die Freude, den Fleiß und die Zuversicht inne hat. Mit „Schafen“ und „Wölfen“ (beides Schisser!) geht es eben nicht.

    nl

    8. November 2010 at 18:09

  12. Also: Raumschiff Anarchy unternehmerisch checken und auf Expansionskurs bringen? Hartes Brot, Bauchlandungen vorprogrammiert. (Gemeint ist der Bauch als solcher, der mit den Bauchgefühlen; der ist ja auch praktisch ein Faktor bei der „Notwendigkeit des menschlichen Handelns“, gell?)

    Und dann die Crew aus Spinnern (pos.!), Träumern (pos!) und Schissern (neg.!)! Na, ja, letztere sind an sich umsichtige, zurück- und vorausschauende Menschen. Die machen keine positiv/istischen Zwischenbilanzen auf wie andere, die wissen vielleicht auch zu viel. Aber die behindern Höhenflüge, solche und solche, lassen sich nicht beamen, sind zu bodenhaftig. Die muss man absetzen und zurücklassen auf kaltringigen Planeten – to do some planet-hopping (*g*) zum Aufwärmen, vor und zurück oder so – was ja in der Natur der Sache und speziell der ihren liegt.

    Also: Project to be accomplished! Solide Besatzung wünsche ich und guten Flug, ganz ehrlich 🙂 !

    Gruebler

    9. November 2010 at 07:11

  13. Es genügt, wenn Sie Ihre Rolle spontan und zielsicher als Schisser gefunden haben. Sie müssen deshalb nicht andere, die Ihnen mental voraus sind, versuchen als abgehobene Spinner und Träumer zu beleidigen, zumal Sie ja offensichtlich nicht wissen, wovon ich rede und wovon Sie reden.

    nl

    9. November 2010 at 09:15

  14. … aber nicht doch, lieber @ nl, + ganz im Gegenteil: Ich will niemanden beleidigen, der mir (als Schisser) wissentlich mental voraus ist, ihn viel mehr bewundern dafür, dass er es ist und dass er der dünnen Luft der Idee von der Anarchie unter Menschen einen klaren Kopf und zugleich den Mut behält, ihn sehr hoch zu tragen …

    P.S.: Kann mir mal jemand erklären, warum Anarchisten – ähnlich den Islamisten – so verdammt humorlos sind? Ist denn Anarchismus auch Religion?

    Gruebler

    9. November 2010 at 09:49

    • @Gruebler Danke für Ihre freundliche Antwort auf @nl. Das Leben geht weiter und als Unternehmer (ich passe einfach nicht ins linke Lager und kann mit linken Pseudoliberalen, Gewerkschaftern …
      nichts anfangen) habe ich schon schlimmeres erlebt.
      „Ich bin mir selbst der Liebste“ und verbleibe mit Stirner’schen Grüssen.
      Werner L. Ende
      PS: Diejenigen, die es immer noch nicht kapiert haben (@nl …) obiger Einwand galt nicht „Mit wem in die Anarchie“ sondern dem Artikel von Saska „Stirner revivus“

      An den Administrator: Vielleicht mögen Sie Beiträge mit Verbalattacken künftig aussschließen. Danke!

      Dr. Werner Ende 

      9. November 2010 at 10:27

      • Ähm, was soll ich nicht kapiert haben? obiger Einwand? Wie? Was?

        nl

        9. November 2010 at 11:00

  15. Gruebler, Sie werden mit Ihrer nationalistischen und spießbürgerlichen Propaganda zunehmend überheblich, unsympathisch und menschenfeindlich.

    nl

    9. November 2010 at 10:12

  16. nl, ich nehme alles, gerne auch nonsense, und stecke ihn weg: mit dem tätigen EQ, der dem IQ ein nachsichtiges Äquivalent bietet …

    Gruebler

    9. November 2010 at 10:23

    • Der Nonsens liegt ganz auf der Seite derer, die sich kein privates Recht, nur Hobbes Epigonen vorstellen können.

      nl

      9. November 2010 at 10:54

  17. @ nl: Welche meinen Sie mit denen, die sich keine privaten Rechte vorstellen können? Altruisten bei der Schwimmflügelausgabe? Das ist in der Tat Unsinn. Das Recht, nicht nur im eigenen Pool selbstständig zu schwimmen (oder abzusaufen), soll jeder haben.

    @ Dr.Ende: Danke für Aufklärung und Beistand; das hat man(n) nicht alle Tage …

    Gruebler

    9. November 2010 at 14:12

    • Gruebler, wenn das nicht die Grundlage Ihrer Polemik ist, steht es Ihnen frei, Ihre verdeckten Unterstellungen sachlich zu erläutern. Jetzt haben Sie auch noch irgendwas gegen Altruisten, obwohl dies nirgends auch nur implizit Inhalt der Diskussion gewesen ist.

      nl

      9. November 2010 at 14:44

  18. Sie haben Recht: Da ist mir etwas heraus- und hineingerutscht, was nicht in den Kontext gehört und das ich Libertären ankreide, wenn sie (in Blogs) ihre verbalen Hochämter auf den Begriff ‚Eigentum‘ feiern. Ich meine, dass es auf „Anfänger“ oder prinzipielle (aber noch unbelesene) Befürworter der Lehre (von der Freiheit des Einzelnen) eher missverständlich bis abschreckend wirken kann, ihn derart hervorzuheben. Ich weiss allerdings, dass er dominant dazugehört.

    Reine Gefühlssache also. Vielleicht müsste ich selbst erst alles gelesen haben (hab ich aber nicht), um diesen formalen Einwand fallen zu lassen; hier jedenfalls war er deplatziert, sorry.

    Und nein, ich habe nichts gegen Altruisten. Der Altruist mischt sich wie jeder problemlos bei den Anarchisten ein … ist er doch wie der ganze Rest sein eigener Herr (oder sollte es sein können.)

    Gruebler

    9. November 2010 at 15:55

    • Da kann ich Sie beruhigen. Der Begriff Eigentum ist für mich kein Hochamt. Ich kann meine Position vollständig ohne das Wort beziehen.

      Also nichts als heiße Luft Ihrerseits. Schön, dass wir das noch geklärt haben.

      nl

      9. November 2010 at 16:12

  19. Ersteres beruhigt mich in der Tat, @ nl.

    Dagegen regt mich auf, dass Sie meine Emissionen als „heisse Luft“ kategorisieren. Übel nehmen würde ich es Ihnen aber nur dann, wenn Sie für mich als Gesprächspartner ernsthaft infrage kämen; aber das tun Sie nicht.

    Gruebler

    9. November 2010 at 16:41

    • Sie wollen nicht argumentieren?

      Ist doch wunderbar für mich. Dann kann ich Sie auch nach den Regeln Ihrer eigenen Wahl behandeln.

      nl

      9. November 2010 at 16:49

  20. Ihr 2 seid solche Zicken^^

    Bleicke

    9. November 2010 at 17:08

  21. Das nicht, @ Bleicke: It’s just *Rock’n ‚Roll*, wie oben rechts postuliert. Wir lösen nur ein 😉

    Gruebler

    9. November 2010 at 18:22


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