Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Abschied von Roland Baader

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Am 8. Januar ist Roland Baader nach langer schwerer Krankheit verstorben. Wir Freunde der Freiheit verlieren mit ihm den wortgewaltigsten und unerschrockensten Kämpfer für unsere gemeinsame Sache. Roland Baader verdanke ich persönlich sehr, sehr viel.

Ich trauere um den größten und kämpferischsten Freiheitsdenker deutscher Zunge, dem ich am meisten vor allen anderen verdanke, in den Irrungen und Wirrungen meiner Sturm- und Drangzeit letztlich doch den Weg zur Idee der Freiheit gefunden zu haben. Ohne seine mich schon als Schüler seit den frühen 90er Jahren inspirierenden Bücher und Veröffentlichungen (etwa in Criticón, in der Schweizerzeit und der Jungen Freiheit und später dann vor allem in seinem Leib- und Magenblatt eigentümlich frei) wäre meine geistige Entwicklung wohl sehr viel unerfreulicher verlaufen.

Roland Baader war ein Leuchtturm für so viele von uns. Sein Lebenswerk wird weiter ein Leuchtfeuer sein, das uns Orientierung bietet und diesen großartigen Menschen unsterblich macht.

Unvergessen, was er uns ins Stammbuch schrieb: „Gefährlicher für die Bewahrung der Freiheit als die erklärten Freiheitsfeinde sind die Lauen, die Gleichgültigen und die Abwiegler, jene, die verkünden, bei der Zerstörung der Freiheit werde „nichts so heiß gegessen wie gekocht“. Diese nützlichen Idioten auch einem im Topf von Kannibalen befindlichen Menschen erklären, er möge sich beruhigen, weil „nichts so heiß gegessen wie gekocht“ werde.“

„Wir trauern um einen Freund“ , diese Worte von ef-Herausgeber André F. Lichtschlag sprechen sicher jedem von uns aus dem Herzen. Die nächste Ausgabe von „eigentümlich frei“ wird Roland Baader gewidmet sein.

Am Wochenende werde auch ich Roland Baader noch ausführlicher an dieser Stelle würdigen.

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Written by dominikhennig

11. Januar 2012 um 00:07

Veröffentlicht in In eigener Sache, Klassiker

Eine Antwort

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  1. Roland Baader hat mit seinen genialen Werken gegen den Sozialismus in jeder Form und für die freie Marktwirtschaft und die natürliche Ordnung dafür gesorgt, die oft absichtlich verkomplizierte Welt der VWL glasklar zu entwirren und allen Freiheitskämpfern eine Vielzahl an logischen und schlagkräftigen Argumenten gegen die keynesianisch verlogene Makroklempnerei an die Hand gegeben. Hiermit hat er gewiss vielen Privatleuten einen unschätzbaren Dienst im Hinblick auf Vermögensschutz, Geldanlage und finanzielle Sicherheit erbracht.

    Was aber unendlich wichtiger ist, ist die Tatsache, dass er maßgeblich und wohl wie kein zweiter im deutschsprachigen Raum dazu beigetragen hat, das Wissen der Austrians zu bewahren und vor allem zu verbreiten und damit eine ganze libertäre Bewegung in Gang gesetzt hat, die dank des Internets unablässig wächst und letztlich sogar zur Gründung einer libertären Partei (der PDV) geführt hat, die die sozialistische Einheitspartei CDUCSUFDPSPDGrüneLinke hoffentlich noch gehörig das Fürchten lehrt.

    Angesichts dieser Verdienste für unsere Gesellschaft und jeden Einzelnen (vor allem für die BWLer, die die VWL bisher meist links liegen gelassen haben), muss der Großteil der erlauchten „Gelehrten“ und „Eliten“ aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften zwangsläufig feststellen, dass ein Doktortitel oder eine Professur in diesem Bereich noch lange kein Beweis für vorhandene Qualifikation und schon gar kein Garant für das richtige Einschätzen von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen ist.

    Roland Baader möge somit in Frieden ruhen und seine Schriften mögen auch in Zukunft noch viele Köpfe aufklären und erleuchten.

    PS: Allen voran die Bücher „Geld, Gold und Gottspieler“ und „Geldsozialismus“ sollten eigentlich Pflichtlektüre für jeden BWL/VWL-Studenten sein und sind in Zeiten des internationalen fiat-money-Wahnsinns aktueller denn je.

    Zero

    15. Januar 2012 at 23:04


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