Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Archive for the ‘Debatte’ Category

Rand Paul macht Schluss mit dem ganzen Ron-Paul-Revolutions-Spuk

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Von Karl Kraus stammt die Weisheit, der Begriff „Familienbande“ trüge den „Beigeschmack von Wahrheit“. Mit diesem Ganovenstück ist nun vor allem eines klargestellt: die seit 2008 (vorübergehend sogar erbittert auf Paxx.tv und andernorts) geführte Debatte ad 1) des Für und Wider von Parteipolitik sowie ad 2) des Für und Wider einer Ankoppelung an kulturkonservative (und damit folgerichtigerweise staatstolerante) Strömungen haben die Paxxies gewonnen. Und zwar nicht nach Punkten, sondern durch K.O.!

Alles andere ist letztlich jetzt eine – traurige – Familienangelegenheit.

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Über liberale Staaten, soziale Marktwirtschaften, schwangere Jungfrauen und andere Dinge, die es nicht gibt

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Zwei herausragende Lektüreempfehlungen für die Zeit „zwischen den Tagen“, die wir unseren Lesern allerwärmstens ans Herz legen möchten:

 

1.) „Die soziale Marktwirtschaft: Das gescheiterte neoliberale Projekt“ auf Mises.de

 

2.) „Klassischer Liberalismus versus Anarchokapitalismus“ auf Apriorist.de

 

Viel Freude mit diesen beiden exzellenten Texten und ein besseres neues Jahr 2012 wünscht Euch/Ihnen die Paxx-Redaktion!

 

 

 

 

Und nachher haben wieder alle nichts gewusst

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Kalle Kappner auf freitum.de über den gegenwärtigen Marsch Europas ins Vierte Reich. Omnipotent Government reloaded. Lesebefehl!

Zuwachs in der Libersphäre

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Offenbar macht die liberal-libertäre Bloggosphäre ähnlich wie unsere Wirtschaft ihre ganz eigenen Boom- und Bust-Phasen durch. Nach Jahren des Dahinsiechens gibt es nun wieder jede Menge virtuelle Zuwanderung nach Libertopia, eine ganze Reihe vielversprechender Blogprojekte, deren wohlgefällige Aufnahme ich meinen Lesern an dieser Stelle sehr gerne ans Herz lege. Da wäre first and foremost das Projekt Freitum, dessen mit Verve vorgetragene Programmatik so schön ist, daß ich nicht umhinkann, sie in voller Länge zu zitieren:

Wir leben in einer Welt, die durch einen omnipräsenten Etatismus verseucht ist.
Wozu ein solcher Etatismus führen kann, hat das 20. Jahrhundert gezeigt – im
faschistischen Italien, im nationalsozialistischen Deutschland und in der kommunistischen Sowjetunion, aber nicht nur dort. Die Folgen waren und sind katastrophal. Von sozialistischen Intellektuellen wurden diese Folgen stets dem liberalen Wirtschaftsprogramm, also dem Kapitalismus, zugeschrieben. Dies ist jedoch weit gefehlt. Die tatsächlichen Aggressoren dieser Katastrophen waren Staaten und ihre exorbitanten Interventionen, die – wie von FRIEDRICH AUGUST VON HAYEK in seinem Werk ,,Der Weg zur Knechtschaft“ richtig erkannt – immer zu Freiheitsentzug führen. Dennoch ist es denn Staaten dieser Erde durch Manipulation und Propaganda gelungen, die Menschen in ihre Knechtschaft zu führen, ohne dass sie es merken. Den Menschen diese Knechtschaft und die dahinter liegenden perfiden Machenschaften aufzuzeigen ist Aufgabe eines jeden Freiheitsfreunds. Nur so wird es auf lange Sicht für uns möglich sein, sich aus diesen uns angelegten Fesseln zu befreien. Dieses Blog widmet sich der politischen Philosophie des Libertarismus, welche sich als einzige konsequent und dezidiert für die Freiheit des Individuums, des Selbsteigentums und gegen obrigkeitsstaatliche Unterdrückung und Willkür einsetzt. Die Maxime dabei lautet: Maximale Freiheit, ohne die Freiheit anderer einzuschränken. Dieses Blog versucht zur Realisierung dieses oft als utopisch abgestempelten Ziels beizutragen. Vorgestellt werden Beiträge aus den verschiedenen Richtungen des Libertarismus, wie etwa der Austrian School of Economics, aber auch aus Richtungen, die punktuell interessante Wege vorschlagen, in ihrer Gänze jedoch abzulehnen sind, wie etwa der Minarchismus.

,,Richtungswechsel! Vom Wege zur Knechtschaft zum Wege zur Freiheit!“

Ebenso von mir zunächst unbemerkt startete vor gut zwei Monaten Freiwillig frei , das durch seine Professionalität und ebenso wie Freitum intellektuelle Kompromißlosigkeit besticht. Zum Selbstverständnis schreiben die Autoren:

Wir sind drei denkende Individuen, die die Meinung teilen, dass es in der Welt
nicht so rund läuft, wie es sollte und könnte. Auf dieser Seite wollen wir uns
untereinander und auch mit anderen austauschen, ob das, was wir als Realität
verkauft bekommen auch wirklich die Realität ist.

Ziel ist es, die wahren Ursachen für Kriege, Hunger und jede Art von Zwang und Gewalt in der Welt zu finden und sie zu benennen. Nur so ist es unserer Meinung möglich, Lösungen zu finden, die auch beständig sein können. Wir stellen unsere Überzeugungen hier zur Diskussion, um so zu sehen, ob sie standhalten. Von allen Teilnehmern an solchen Diskussion erwarten wir ehrliche Neugier und den Willen, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, um letztendlich durch den Austausch von logischen Argumenten bereichert zu werden.

„Free Market Ideas“ auf die Fahnen geschrieben hat sich auch Eva Ziessler, deren aktuelles Statement zu den tragischen Ereignissen in Norwegen mich ganz besonders begeisterte!

Und als wäre das nicht alles schon Grund genug zur Freude ist auch der lange vermißte „Opponent“ wieder da – diesmal unter seinem Klarnamen Marco Kanne, aber wie man ihn kennt kein bißchen leisetreterisch!

Wünsche allen Kollegen, mit denen ich auch freundschaftlich verbunden bin, viel Freude beim Vermehren freiheitsfördernder Erkenntnisse und vor allem Spaß. Denn das ist das Geheimnis des Erfolges, wenn man bei all dem Wahnsinn der uns umtost dennoch nicht verbiestert sondern, um mit Horaz zu sprecheh – ridentem dicere verum – lachend die Wahrheit sagen kann!

Written by dominikhennig

26. Juli 2011 at 23:38

Veröffentlicht in Debatte, In eigener Sache

Atomkraft, nein danke!

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von Christian Hoffmann

Nach der Naturkatastrophe in Japan tobt der politische Streit um die Zukunft der Atomkraft wie selten zuvor. Nicht nur zwischen Links und Rechts gehen dabei die Meinungen auseinander, auch unter Liberalen werden gegensätzliche Standpunkte vertreten. Zu unsicher um sie weiter zu betreiben, sei die Atomkraft, sagen die einen, zu billig um auf sie zu verzichten, die anderen. Beide Positionen gehen meines Erachtens am Kern der Problematik vorbei.

Denn nicht die Technologie als solche ist zu unsicher für eine Nutzung, sondern ihre real existierende Organisation. Genauer: die staatliche Planung, Finanzierung und Kontrolle der Kernenergie macht sie aus meiner Sicht zu einem untragbaren Risiko. Denn Tatsache ist, dass die Kernenergiewirtschaft heute eine durch und durch staatlich verseuchte ist. Der Staat entscheidet über Entwicklung, Umfang, Standort, Preis, Gestaltung, Verwaltung, Kontrolle und Entsorgung der Kernenergie-Nutzung.

Dies ist in der Energiebranche kein Alleinstellungsmerkmal. Solar- und Windenergie haben ihre heutige Form allein staatlichen Subventionen zu verdanken. Kohle, Gas und Öl sind notorisch politisch umstritten und protegiert – nicht selten führen Staaten Kriege um ihre Kontrolle. Und dennoch ist die Lage der Kernenergie eine besondere.

Denn Tatsache ist auch, dass die Kernenergie-Nutzung mit erheblichen Risiken verbunden ist. Sicher, keine Energieerzeugung ist frei von Risiken – Solarpanels stellen eine erhebliche Umweltbelastung in der Entsorgung dar, Windkraftanlagen erzeugen Lärmbelästigung, zerhäckseln Vögel, beide erfordern einen Netzausbau, der Elektrosmog produziert, tausende Menschen sterben bei der Gewinnung von Kohle, Öl und Gas, und auch der CO2-Ausstoss dieser Energieträger wird als Problem betrachtet. Und doch: der Fall Fukushima zeigt einmal mehr, dass die Folgen eines Unfalls im Rahmen der Kernenergieerzeugung von enormer Dramatik sind und kaum absehbare Kosten erzeugen. Im Falle eines Unfalls ist kein Energieträger gefährlicher, als Uran und Plutonium.

Freunde der Kernenergie weisen nun darauf hin, dass genau deshalb die staatlichen Sicherheitsanforderungen in diesem Bereich von einmaliger Strenge sind. Ich würde sogar noch weitergehen: der Versuch einer staatlichen Risikokontrolle hat die Kernenergie-Gewinnung zu einem faktischen Arm des Staates gemacht. Kernkraftwerke sind eine Art Behörde. Der Staat reglementiert jeden Schritt der Kernenergiegewinnung und jeden Winkel eines Kernkraftwerks. Protokolle, Vorschriften, Kontrollen prägen den Alltag der Kernenergie. Und genau darum stellt sie ein untragbares Risiko dar.

Denn der Staat, als hierarchische, monopolistische und bürokratische Institution ist einmalig ungeeignet für die Lenkung und Kontrolle komplexer und dynamischer Systeme, wie sie eben auch die Kernenergiegewinnung darstellt. Nehmen wir nur das Beispiel der Finanzmärkte: Auch hier reguliert, kontrolliert und steuert der Staat durch Monopolgeld, Aufsichten und unzählige Gesetze und Verordnungen, um die Sicherheit des Systems zu “garantieren”. Was ist die Folge? Immer wiederkehrende Krisen und Zusammenbrüche. Märkte sind ungemein dynamisch, komplex, schnelllebig und schwierig zu überblicken, ja unmöglich zu antizipieren. Die staatliche Bürokratie muss daher an dem Versuch scheitern, sie zu steuern und kontrollieren.

Der Staat schafft immer nur eine rückblickende Scheinsicherheit: nach dem Platzen der Immobilienblase und der jüngsten Weltfinanzkrise stecken die Regulierer der Welt heute ihre Köpfe zusammen, um eine Wiederholung der Krise von gestern zu verhindern. Ein sinnloses Unterfangen, denn die Krise von morgen wird ein ganz anderes Gesicht haben. Und genauso verhält es sich auch mit der Kernenergie: die europäischen Stresstests sollen ein Fukushima von morgen verhindern. Doch Fukushima war auch keine Wiederholung von Tschernobyl. Die rückblickende Anpassung von Normen und Standards ist nie geeignet, künftige Krisen zu vermeiden.

Damit soll nicht gesagt sein, dass die Risiken der Kernenergie per se unbeherrschbar sind. In einem freien Wettbewerb, unter echter Verantwortung der Erzeuger und Kunden, hätte auch die Kernenergie eine Chance, ihre nachhaltige Tauglichkeit zu beweisen. Die Kernenergie als staatliches Regulierungs- und Experimentierfeld entzieht sich jedoch dem Qualitäts- und Effizienzdruck des Marktes und potenziert so ihr Risiko. Es ist kein Zufall, dass der grösste Atomkraftunfall der Geschichte, Tschernobyl, in einem planwirtschaftlichen System geschah. Eine Wiederholung dieses Staatsversagens ist leider allzu wahrscheinlich.

So lange also die Wahl lautet: staatliche Kernenergie oder keine Kernenergie, plädieren ich für einen Verzicht auf diese Energietechnologie. Nicht, weil die Kernenergie an sich zu riskant ist, sondern weil sie in den Händen des Staates ein untragbares Risiko für Mensch und Natur darstellt.

cross-post: freilich.ch

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Written by dominikhennig

6. April 2011 at 21:15

Lob des Müßiggangs

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Von Bertrand Russel

Ich möchte [.  .] in vollem Ernst erklären, dass in der heutigen Welt sehr viel Unheil entsteht aus dem Glauben an den überragenden Wert der Arbeit an sich, und dass der Weg zu Glück und Wohlfahrt in einer organisierten Arbeitseinschränkung zu sehen ist […] Dank der modernen Technik brauchte heute Freizeit und Muße, in gewissen Grenzen, nicht mehr das Vorrecht kleiner bevorzugter Gesellschaftsklassen zu sein, könnte vielmehr mit Recht gleichmäßig allen Mitgliedern der Gemeinschaft zugute kommen. Die Moral der Arbeit ist eine Sklavenmoral, und in der neuzeitlichen Welt bedarf es keiner Sklaverei mehr [… ]Der Krieg hat zwingend bewiesen, dass sich moderne Völker durch wissenschaftlich organisierte Produktion auf der Basis eines geringen Teils der tatsächlichen Arbeitskapazität der neuzeitlichen Welt angemessen versorgen lassen. Hätte man nach Kriegsende die wissenschaftliche Organisation, die geschaffen worden war, um die Menschen für die Front und die Rüstungsarbeiten freizustellen, beibehalten und die Arbeitszeit auf vier Stunden herabgesetzt, dann wäre alles gut und schön gewesen. Statt dessen wurde das alte Chaos wiederhergestellt; diejenigen, deren Leistungen gefragt waren, mussten viele Stunden arbeiten, und der Rest durfte unbeschäftigt bleiben und verhungern. Warum? Weil Arbeit Ehrensache und Pflicht ist und der Mensch nicht gemäß dem Wert dessen, was er produziert hat, bezahlt werden soll, sondern entsprechend seiner tugendhaften Tüchtigkeit, die in rastlosem Fleiß ihren Ausdruck findet […]

Der Gedanke, dass die Unbemittelten eigentlich auch Freizeit und Muße haben sollten, hat die Reichen stets empört. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts war ein fünfzehnstündiger Arbeitstag für den Mann das Normale; Kinder arbeiteten zuweilen ebenso lange und sehr häufig zwölf Stunden täglich. Als vorwitzige Wichtigtuer darauf hinwiesen, dass das doch eigentlich eine recht lange Arbeitszeit sei, wurde ihnen erklärt, die Arbeit hindere die Erwachsenen daran, sich zu betrinken, und die Kinder, Unfug zu treiben […] Ich höre noch eine alte Herzogin sagen: »Was wollen denn die Habenichtse mit Freizeit anfangen? Arbeiten sollen sie!« So offen äußern sich die Leute heute nicht mehr, aber die Gesinnung ist noch die gleiche geblieben und hat weitgehend unsere chaotische Wirtschaftslage verschuldet […]

Wenn auf Erden niemand mehr gezwungen wäre, mehr als vier Stunden täglich zu arbeiten, würde jeder Wissbegierige seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen können, und jeder Maler könnte malen, ohne dabei zu verhungern, und wenn seine Bilder noch so gut wären. Junge Schriftsteller brauchten nicht durch sensationelle Reißer auf sich aufmerksam zu machen, um wirtschaftlich unabhängig zu werden, dass sie die monumentalen Werke schaffen können, für die sie heute, wenn sie endlich so weit gekommen sind, gar keinen Sinn und keine Kraft mehr haben. Menschen, die sich als Fachleute für eine besondere wirtschafts- oder staatspolitische Phase interessieren, werden ihre Ideen entwickeln können, ohne dabei im luftleeren akademischen Raum zu schweben, was der Arbeit der Volkswirtschaftler an den Universitäten so häufig einen wirklichkeitsfremden Anstrich gibt. Die Ärzte werden Zeit haben, sich mit den Fortschritten auf medizinischem Gebiet vertraut zu machen, die Lehrer werden sich nicht mehr erbittert bemühen müssen, mit routinemäßigen Methoden Dinge zu lehren, die sie in ihrer Jugend gelernt und die sich in der Zwischenzeit vielleicht als falsch erwiesen haben.

Vor allem aber wird es wieder Glück und Lebensfreude geben, statt der nervösen Gereiztheit, Übermüdung und schlechten Verdauung. Man wird genug arbeiten, um die Muße genießen zu können, und doch nicht bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Wenn die Menschen nicht mehr müde in ihre Freizeit hineingehen, dann wird es sie auch bald nicht mehr nach passiver und geistloser Unterhaltung verlangen  […] Die normalen Männer und Frauen werden, da sie die Möglichkeit haben, ein glückliches Leben zu führen, gütiger und toleranter und anderen gegenüber weniger misstrauisch sein. Die Lust am Kriegführen wird aussterben, teils aus diesem Grunde und teils, weil Krieg für alle lang dauernde, harte Arbeit bedeuten würde. Guten Mutes zu sein, ist die sittliche Eigenschaft, deren die Welt vor allem und am meisten bedarf und Gutmütigkeit ist das Ergebnis von Wohlbehagen und Sicherheit, nicht von anstrengendem Lebenskampf. Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, dass alle Menschen behaglich und sicher leben können; wir haben es statt dessen vorgezogen, dass sich manche überanstrengen und die andern verhungern. Bisher sind wir noch immer so energiegeladen arbeitsam wie zur Zeit, da es noch keine Maschinen gab; das war sehr töricht von uns, aber sollten wir nicht auch irgendwann einmal gescheit werden?

Bertrand Russell, Lob des Müßiggangs. Zitiert nach: Wolfgang Schneider, Die Enzyklopädie der Faulheit. Eichborn Verlag Frankfurt am Main ²2004. S. 93-95.

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Written by floriangrebner

5. April 2011 at 15:48

Veröffentlicht in Debatte, Ethik, Freiheit, Zitate

Agora I/O Tag 3

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Nun ist der dritte Tag und damit letzte Tag von Agora I/O schon einige Stunden her, womit meine Zusammenfassung wieder fällig wäre.
Während gestern die technischen Probleme sich im Rahmen vielen gab es heute teilweise extreme Probleme. Das erste war allerdings kein technisches, J Neil Schulman war zu der Zeit seines Talkes nicht anwesend. Scheinbar hatte man ihn nicht gesagt, dass die Zeitangabe in Eastern Time war, sodass er zu der Zeit scheinbar noch selig am schlafen war. Sein Vortrag wurde allerdings Abends dann nachgeholt, allerdings mit weniger Interesse, es fanden sich zumeist zwischen 25-30 Personen während seinen Vortrages ein. MIchael Shankins Vortrag („The Real „Change“ – Social Change Theory“) wurde kurzfristig abgesagt….Das erste mal technische Versagen traf bei Mommy Ally auf. Bei ihr lief die Videoverbindung nicht sauber und sie kam (sowohl Audio als auch Video) immer zerstückelt an. Dies führte dazu, dass nach einer Weile die Verbindung abgebrochen wurde und Mommy Ally die Fragen dann im Chat beantwortet wurden. Ob dann später noch eine Videoverbindung aufgebaut werden konnte weiß ich nicht, da ich dann den Channel gewechselt habe. Auch die auf sie folgende Karen Kwiatkowski („Can We Be Free in an Unfree World?“) hatte technische Probleme, sie hatte keinen Ton. Ob das durchgängig so war, weiß ich nicht, da ich den Channel dann gewechselt habe, aber als George Donelly selber seinen Talk hielt kamen mehrfach Personen in den Chat und haben darauf hingewiesen, dass Karen keinen Ton hat.
Am dritten Tag habe ich mir folgendes angesehen:

Gene Basler – „Why People Should Emulate, not Vilify, the Hispanic Worker as the Original American Agorist“

James Tuttle – „Polycentric Approaches to Anarchistic Ends“

Jason Wohlfahrt – „Embrace the State to Free Your Soul“ (war wohl nicht Jason sondern Curtis )

Alex Wied – „PorcLoom – Anonymous Asset Exchange“

Brad Spangler – „Developing Alternative Legal Systems“

Momma Ally – „Underground Business Marketing & Anti-state Security Measures“ (abgebrochen von meiner Seite aus)

George Donnelly – „Open Source Peaceful Evolution for Fun and Profit“

Thad Getterman – „Open Source Food System“

J Neil Schulman – „Why Alongside Night as a Movie is a Vital Part of Agorist Mass-Marketing Strategy“

Im Vergleich zum Vortag muss ich sagen, dass mir dieser Tag deutlich besser gefallen hat. Dies dürfte auch daran liegen, weil ich die Möglichkeit besaß viel zu schauen ohne permanent einen (nervigen, notorisch Praxisferne) theoretischen Vortrag zu sehen. Die Beiden eher theoretischen Vorträge (von Gene Basler & James Tuttle), die ich mir gab, waren entgegen meiner Erwartung sogar top. Vor allem James Tuttles gefiel mir sehr, was zum Großteil darauf zurückzuführen sei, dass er sich meistens auf Soziologie (z.B. Hyperrealität) bezog und nicht wie viele andere Theoretiker während Agora I/O den hundertsten Vortrag über Geldtheorie, Geschichte o.ä. zu machen. Auf die Beiden Vorträge folgte mit Curtis…uhm nennen wir es Vortrag, definitiv eins der Tageshiglights. Nicht nur die geniale Kombination aus Cowboyhut, Bandana & Sonnebrille, sondern auch die recht freie Diskussion über Gott und die Welt war sehr amüsant, genau wie die durchgängig lustige Atmosphäre. Wenig überraschend mag sein, dass mit Thad Gettermann („Open Source Food System“) wieder ein Farmer ein Highlight des Tages werden konnte.

Wie die Tage zuvor habe ich mit George Donelly gesprochen und folgendes erfahren:

  • Viele Vorträge hatten konstant 65 Zuschauer, aber Mary Ruwart und Karen Kwiatkowski dürften in etwa die populärsten Vorträge gewesen sein.
  • Die Anzahl der Durchschnittlichen Zuschauer lag zwischen 130 & 150.
  • Insgesamt nahmen am dritten Tag ~1000 Personen teil.

Summa summarum fand ich den letzten Tag, genau wie die restlichen Tage und das Event an sich sehr gut & ein großer Fortschritt für die zeitgenössische agoristische Bewegung. Auch George fand den Tag top:
„It was a great day, a lot of folks are very happy about it. We are looking for ways to make it better for next time tho“

Womit wir wieder gespannt sein können – die nächste Agora I/O Konferenz soll übrigens im September stattfinden. Nun aber zu euch:
Wie fandet ihr Agoraa I/O?

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Written by floriangrebner

28. März 2011 at 22:14

Veröffentlicht in Aktionen, Debatte, Ethik, Freiheit