Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Archive for the ‘Zitate’ Category

Occupy – der faschistische Staat okkupiert die letzten Reste von Markt- und Bürgerfreiheit

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Die Freiheitsfabrikanten bringen es in dankenswerter Klarheit auf den Punkt:

„Die Occupy Wall Street Bewegung ist, soziologisch gesehen, klassisch faschistisch. Die von der Krise bedrohten Kleinbürger verlangen nicht wie die (Staats-) Sozialisten generelle Verstaatlichung oder wie die (Staats-) Kommunisten Sozialisierung von allem Eigentum, sondern machen Juden=Spekulanten für die Krise verantwortlich: Für die Krise halten sie die unruhigen Märkte, die in Wirklichkeit dabei sind, die staatlich verursachten Probleme so gut wie möglich auszugleichen. Als Lösung wird die durchgreifende staatliche Regulierung der Märkte angesehen: Die Idee dahinter ist Eigentum ohne Markt. Hartnäckig weigern sie sich anzuerkennen, dass die akute Krise die dem Krieg notwendig folgende Rezession darstellt: Werte, durch Inflation finanziert, sind vernichtet worden und dies hat unweigerlich zur Folge, dass der Lebensstandard sinken muss. Die Krise löst Verteilungskämpfe aus, denn die Frage lautet, bei welchen Personengruppen der Lebensstandard sinkt. Hartnäckig weigern sie sich anzuerkennen, dass die Politiker und Parteien, die sie selbst gewählt und deren Kriege sie mit Hurra und moralischer Rechthaberei legitimiert haben, die Krisenursachen darstellen. Im Gegenteil, von ihnen wird die Lösung erwartet. Auch darin ist die OWS-Bewegung (gleiches gilt für die Protest-Bewegung in Griechenland) faschistisch: In ihr drückt sich als scheinbar spontaner Straßenprotest das Interesse der Herrschenden aus. Denn wenn die Forderungen der OWS-Bewegung durchgesetzt werden, werden genau die Leute, die die Bewegung tragen, weiter verlieren, während die herrschende Klasse aus Staatslenkern und Staatskapitalisten als Sieger dastehen. Ob die bürgerlichen Freiheiten dann jedoch noch so weit intakt sind, dass sich neuerlicher Protest wird artikulieren können, steht dahin. Denn die Liquidierung des Liberalismus steht ganz oben auf der Tagesordnung von OWS, Obama, Merkel und wie sie alle heißen.“ — Stefan Blankertz

„Das derzeitige System des “Sozialstaats” ist der permanente Verteilungskampf, nicht nur in der “Krise”. Der fürsprechende Politiker, der Gewerkschaftsboss, der Lobbyist ist nur der sichtbare Kopf der jeweiligen Interessensgruppe, ihre Projektion. Ich würde da niemanden in Watte packen. Sie wollen es, sie laufen ihren Führern nach, sie plappern ihre Parolen, konstruieren ihre Feindbilder, die Führer greifen wiederum auf, sind mehr Resultat als Schöpfer ihrer Bewegung … Und sie bekommen alle, was sie verdienen.

Ich finde dazu immer noch das bastiatisch inspiriertere Bild der “churning society”, der Umrührgesellschaft von A. de Jasay am treffendsten.
Jeder versucht dem anderen so tief wie möglich in die Tasche zu greifen, um am Ende nicht als “der Dumme” dazustehen. Aber in der Masse gesehen kommt damit kaum einer wirklich voran. Es ist nur ein ewiges Hinundher, ein neidiges Gerühre.
Jeder Streik ist Ausdruck dafür. Mehr Lohn für sich selbst, vielleicht noch für die “eigenen Leute”, die Kollegen, definitiv nicht für alle. Das würde ja keinen Sinn ergeben. Mehr für mich auf Kosten anderer. Wer diese anderen sind, will man gar nicht so genau wissen. Am besten eignet sich dazu ein völlig diffuses Feindbild. Je absurder und unklarer um so besser. Was “die anderen” sich natürlich nicht bieten lassen und so streiken sie ihrerseits bzw. vergrößern auf ihre Weise ihren Teil am Kuchen wieder.

Faschismus bzw. Korporatismus wäre dann so etwas wie ein zum Halt gekommener Verteilungskampf, im weitesten Sinne: ein handfest fixiertes, längerfristig diktiertes Arrangement bei der Frage der Zuteilung, eine grobe Befriedung der Zustände.“ — hanz

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Written by dominikhennig

19. Oktober 2011 at 18:51

Lob des Müßiggangs

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Von Bertrand Russel

Ich möchte [.  .] in vollem Ernst erklären, dass in der heutigen Welt sehr viel Unheil entsteht aus dem Glauben an den überragenden Wert der Arbeit an sich, und dass der Weg zu Glück und Wohlfahrt in einer organisierten Arbeitseinschränkung zu sehen ist […] Dank der modernen Technik brauchte heute Freizeit und Muße, in gewissen Grenzen, nicht mehr das Vorrecht kleiner bevorzugter Gesellschaftsklassen zu sein, könnte vielmehr mit Recht gleichmäßig allen Mitgliedern der Gemeinschaft zugute kommen. Die Moral der Arbeit ist eine Sklavenmoral, und in der neuzeitlichen Welt bedarf es keiner Sklaverei mehr [… ]Der Krieg hat zwingend bewiesen, dass sich moderne Völker durch wissenschaftlich organisierte Produktion auf der Basis eines geringen Teils der tatsächlichen Arbeitskapazität der neuzeitlichen Welt angemessen versorgen lassen. Hätte man nach Kriegsende die wissenschaftliche Organisation, die geschaffen worden war, um die Menschen für die Front und die Rüstungsarbeiten freizustellen, beibehalten und die Arbeitszeit auf vier Stunden herabgesetzt, dann wäre alles gut und schön gewesen. Statt dessen wurde das alte Chaos wiederhergestellt; diejenigen, deren Leistungen gefragt waren, mussten viele Stunden arbeiten, und der Rest durfte unbeschäftigt bleiben und verhungern. Warum? Weil Arbeit Ehrensache und Pflicht ist und der Mensch nicht gemäß dem Wert dessen, was er produziert hat, bezahlt werden soll, sondern entsprechend seiner tugendhaften Tüchtigkeit, die in rastlosem Fleiß ihren Ausdruck findet […]

Der Gedanke, dass die Unbemittelten eigentlich auch Freizeit und Muße haben sollten, hat die Reichen stets empört. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts war ein fünfzehnstündiger Arbeitstag für den Mann das Normale; Kinder arbeiteten zuweilen ebenso lange und sehr häufig zwölf Stunden täglich. Als vorwitzige Wichtigtuer darauf hinwiesen, dass das doch eigentlich eine recht lange Arbeitszeit sei, wurde ihnen erklärt, die Arbeit hindere die Erwachsenen daran, sich zu betrinken, und die Kinder, Unfug zu treiben […] Ich höre noch eine alte Herzogin sagen: »Was wollen denn die Habenichtse mit Freizeit anfangen? Arbeiten sollen sie!« So offen äußern sich die Leute heute nicht mehr, aber die Gesinnung ist noch die gleiche geblieben und hat weitgehend unsere chaotische Wirtschaftslage verschuldet […]

Wenn auf Erden niemand mehr gezwungen wäre, mehr als vier Stunden täglich zu arbeiten, würde jeder Wissbegierige seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen können, und jeder Maler könnte malen, ohne dabei zu verhungern, und wenn seine Bilder noch so gut wären. Junge Schriftsteller brauchten nicht durch sensationelle Reißer auf sich aufmerksam zu machen, um wirtschaftlich unabhängig zu werden, dass sie die monumentalen Werke schaffen können, für die sie heute, wenn sie endlich so weit gekommen sind, gar keinen Sinn und keine Kraft mehr haben. Menschen, die sich als Fachleute für eine besondere wirtschafts- oder staatspolitische Phase interessieren, werden ihre Ideen entwickeln können, ohne dabei im luftleeren akademischen Raum zu schweben, was der Arbeit der Volkswirtschaftler an den Universitäten so häufig einen wirklichkeitsfremden Anstrich gibt. Die Ärzte werden Zeit haben, sich mit den Fortschritten auf medizinischem Gebiet vertraut zu machen, die Lehrer werden sich nicht mehr erbittert bemühen müssen, mit routinemäßigen Methoden Dinge zu lehren, die sie in ihrer Jugend gelernt und die sich in der Zwischenzeit vielleicht als falsch erwiesen haben.

Vor allem aber wird es wieder Glück und Lebensfreude geben, statt der nervösen Gereiztheit, Übermüdung und schlechten Verdauung. Man wird genug arbeiten, um die Muße genießen zu können, und doch nicht bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Wenn die Menschen nicht mehr müde in ihre Freizeit hineingehen, dann wird es sie auch bald nicht mehr nach passiver und geistloser Unterhaltung verlangen  […] Die normalen Männer und Frauen werden, da sie die Möglichkeit haben, ein glückliches Leben zu führen, gütiger und toleranter und anderen gegenüber weniger misstrauisch sein. Die Lust am Kriegführen wird aussterben, teils aus diesem Grunde und teils, weil Krieg für alle lang dauernde, harte Arbeit bedeuten würde. Guten Mutes zu sein, ist die sittliche Eigenschaft, deren die Welt vor allem und am meisten bedarf und Gutmütigkeit ist das Ergebnis von Wohlbehagen und Sicherheit, nicht von anstrengendem Lebenskampf. Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, dass alle Menschen behaglich und sicher leben können; wir haben es statt dessen vorgezogen, dass sich manche überanstrengen und die andern verhungern. Bisher sind wir noch immer so energiegeladen arbeitsam wie zur Zeit, da es noch keine Maschinen gab; das war sehr töricht von uns, aber sollten wir nicht auch irgendwann einmal gescheit werden?

Bertrand Russell, Lob des Müßiggangs. Zitiert nach: Wolfgang Schneider, Die Enzyklopädie der Faulheit. Eichborn Verlag Frankfurt am Main ²2004. S. 93-95.

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Written by floriangrebner

5. April 2011 at 15:48

Veröffentlicht in Debatte, Ethik, Freiheit, Zitate

Hauptstadtpresse setzt sich durch: Ministerien gehen offline

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01.04.11 Weil sich Journalisten der Bundespressekonferenz vor und hinter den Kulissen heftig darüber beschwert hatten, dass Regierungssprecher Steffen Seibert nicht auf Xing nachschlagen Kanzlerin-Reisepläne nicht nur an Journalisten sondern an sogenannte „Bürger“ getwittert hat, gibt es nun eine Kehrtwende bei der Internet-Politik der Bundesregierung: Künftig wird die Deutungs- und Informationshoheit des deutschen Journalistenstandes berücksichtigt und sämtliche Websites abgeschalten.

Es könne nicht sein, dass die Bundesregierung an den Presseagenturen vorbei, direkt an die Öffentlichkeit, kommuniziere, hatten die enttäuschten Gatekeeper-out-of-job beklagt. Außerdem sei Twitter unsicher, „Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, etwa das Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama“, so der Tenor.

Zurecht hatten die Herren der veröffentlichten Meinung darüber geklagt, dass eine Twitter-Strategie Arbeitsplätze gefährde: Denn was bräuchte man Journalisten, wenn Informationen direkt ans Volk gelangen, und zwar ohne sie vorher durch Pressevertreter korrekt aufzubereiten.

In der eilig eingesetzten Arbeitsgruppe zwischen Verleger- und Journalistenverbänden einerseits und den Spitzen der Koalition andererseits wurden folgende Punkte vereinbart:

  • Regierungsamtliche Websites sind nur dann zulässig, wenn sie ausschließlich gedruckt in privatwirtschaftlichen Verlagen erscheinen
  • Digitale Produkte, deren Eigner außerhalb der Deutschen Reichsgrenzen des Jahres 1937 ansässig sind (Google, Twitter, Facebook…) werden von der Bundesregierung nicht mehr benutzt
  • Das Projekt „E-Post“ für Bürger wird um die „R-Post“ erweitert. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Wiederwahl des Berliner regierenden Bürgermeisters werden Rohrpost-Strecken vom Bundespresseamt in sämtliche Hauptstadtredaktionen vorgesehen
  • Die in der Bundespressekonferenz zusammengeschlossenen Journalisten akzeptieren moderne Kommunikationswege, so lange sie den bundesdeutschen Datenschutzbestimmungen entsprechen. Flaschenpost sowie die Zustellung per Brieftaube werden vorbehaltlich eines Datenschutz-Streßtests akzeptiert
  • Langfristig ist ein Moratorium für den sogenannten „Computer“ geplant. Die Vertragspartner erklären sich bereit, wohlwollend eine Gesetzesinitiative auf zwangsweise Umstellung hinsichtlich mechanischer Schreibmaschinen zu prüfen.

Im Gegenzug erklären sich die Hauptstadt-Journalisten bereit, weiter positiv für die Mitglieder der Regierung stellenden Parteien zu berichten

 

via ibusiness.de

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Written by floriangrebner

1. April 2011 at 17:02

Zuwenig netto, zuviel Schaumschlag

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Die der Paxx-Redaktion vorliegende „eigentümlich freie“ Abo-Kündigung von Prof. Dr. Rolf W. Puster liest sich aus Sicht der neuen rechten Freunde und Lichtgestalten des Herausgebers eher wie ein ausgestellter Persilschein nach dem Motto: „Sehr her, ich habe abgeschworen, akzeptiert mich nun endlich als einen der Euren!“ Er wird sie mit stolzgeschwellter Konvertitenbrust im konservativen juste milieu als Ausweis seiner vom Libertarismus gereinigten und somit geläuterten Gesinnung herumgereicht haben so wie einen Meßweinbecher bei der Heiligen Messe.

Für unsereinen hingegen ist der späte Abschied Prof. Pusters von diesem einstmals hoffnungsvollen Projekt – ich gestatte mir jetzt einfach diese Unbescheidenheit – der Ritterschlag, da man schon 2007 die Entwicklung der Zeitschrift folgerichtig vorhersehen konnte. Der Klärungsprozeß ist damit abgeschlossen, mit Pusters Abschiedsbrief an Lichtschlag gewissermaßen notariell beglaubigt:

Prof. Dr. Rolf W. Puster, Hamburg:

Kündigung meines ef-Abonnements

Sehr geehrter Herr Lichtschlag,

hiermit kündige ich fristgerecht mein (mit dem April-Heft 2011 auslaufendes) Abonnement von eigentümlich frei.

Zur Begründung (welche notgedrungen summarisch ausfallen muss): Der Anteil originär libertärer Beiträge, um deretwillen ich ef einmal abonniert habe, ist seit geraumer Zeit rückläufig.

Leider ist er nicht bloß zugunsten inhaltlich mehr oder minder belangloser Beiträge rückläufig (was zu verschmerzen gewesen wäre), sondern zugunsten von Beiträgen, deren konservativen Grundtenor ich in starker Spannung zu libertären Grundsätzen stehen sehe.

Viele Punkte, die mich (aber, wie ich weiß, nicht nur mich) stören, verbergen sich meist zwischen den Zeilen, oder sie lassen sich als Kundgabe individueller Präferenzen einzelner Beiträger ‚entschärfen‘ (wobei allerdings leicht vorhersehbar ist, was für ein Zerrbild der libertären Weltsicht in den Köpfen der von ef neu gewonnenen Leser entstehen wird, die dieses Amalgam aus Libertärem und Nicht-Libertärem rezipieren). Die nachstehend aufgeführten Punkte summieren sich zu einem Hintergrund, vor dem ich die — nach wie vor vorhandenen — unverfälscht
libertären Artikel von ef kaum noch goutieren kann:

• Die in der Fortentwicklung efs zum mehrfarbigen Hochglanzprodukt sich ausdrückende Habituswandel vom libertär-revolutionären Organ hin zum gediegenen Hausblatt traditionalistischer Honoratioren;

• das restaurative Frauenbild (Mutter — attraktiv — fromm), das beispielsweise mit der Anpreisung der Damen Stephanie zu Guttenberg und Kristina Schröder lanciert wird;

• die diversen Nickligkeiten gegen ‚unbürgerliche‘ bzw. deviante Lebensformen und Sexualpraktiken sowie die damit einhergehende (und überdies recht ahistorische) Idyllisierung des Familienlebens;

• die für ‚Besserverdienende‘ typische Unterbetonung des Umstandes, dass in erster Linie der Fehlanreize setzende Wohlfahrtsstaat Kritik verdient — und nicht diejenigen, die diese Fehlanreize für sich nutzen;

• die Hervorhebung des zweifellos vorhandenen freiheitlichen Potenzials des christlichen Glaubens zulasten eines realistischen Blicks auf seine gelebte, oft engstirnige und repressive Verwirklichung.

Ganz und gar unerträglich und für Libertäre unannehmbar ist jedoch in meinen Augen der sich neuerdings in ef breitmachende nationale Kollektivismus, von dem Sie selbst im jüngsten Heft eine unverdauliche Kostprobe geliefert haben:

„Deutschland hat sich nicht nur von der religiösen Vergangenheit abgewandt. Unsere zunehmend kinderlose Gesellschaft begeht, was ihre Zukunft betrifft, demographischen Selbstmord auf Raten.“ (S. 36)

(Dazu passen nur zu gut die kleinkarierten Bissigkeiten, die Sie in Ihrem ef-Editorial der Nr. 102 über den Atheismus und die Kinderlosigkeit von Ayn Rand gemacht haben, wobei Sie auf Max Stirner und Friedrich Nietzsche denselben groben Keil zur Anwendung brachten.)

Selbstverständlich hätte ich mich auf den ersten Satz dieses Briefes beschränken und meine Konsumentensouveränität stillschweigend dazu nutzen können, ein nicht mehr zufriedenstellendes Produkt nicht mehr weiter zu kaufen. Aber der Respekt vor den historischen Verdiensten von ef für die Sache der Freiheit und meine weltanschauliche Verbundenheit mit einer Reihe von ef-Autoren bestimmte mich dazu, ein übriges zu tun, und Ihnen zumindest ansatzweise eine kritische Perspektive auf die Entwicklung der von Ihnen maßgeblich geprägten Zeitschrift zu eröffnen.

Auch vom ureigensten libertären Gedankengut lässt sich mit Sinn wünschen: Mehr netto!

Mit besten Grüßen

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Written by dominikhennig

22. März 2011 at 01:44

Nuklearenergie gibt’s nur auf Staatsbefehl

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„Ich habe nie verstanden, warum Libertäre in Punkto Nuklearenergie das Sprachrohr der Etatisten meinen werden zu sollen, nur weil konkurrierende Etatisten gegen Nuklearenergie sind (dann aber für alternative Katastrophen). Nuklearenergie gibts nur auf Staatsbefehl. Ursache: Militärisch-industrieller Komplex. Grundlagen: Staatliche Forschung. Aufbau und Durchführung: Staatsknete, Staatsknete und nochmals Staatsknete. Staats“recht“: Schutz vor Regressansprüchen. Nirgendwo Markt. Das Unglück von Fukushima ist typisch für etatistische gigantomanische Technologie, ähnlich wie die Opfer stalinistischer und maoistischer Industrialisierung.“ — Stefan Blankertz

Written by dominikhennig

17. März 2011 at 00:32

Ludwig von Mises zum Sezessionsrecht

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“Wenn die Bewohner eines Gebietes, sei es eines einzelnen Dorfes, eines Landstriches oder einer Reihe von zusammenhängenden Landstrichen, durch unbeeinflusst vorgenommene Abstimmungen zu erkennen gegeben haben, dass sie nicht in dem Verband jenes Staates zu bleiben wünschen, dem sie augenblicklich angehören, sondern einen selbständigen Staat bilden wollen oder einem anderen Staate zugehören wollen, so ist diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Nur dies allein kann Bürgerkriege, Revolutionen und Kriege zwischen den Staaten wirksam verhindern […] Wenn es irgend möglich wäre, jedem einzelnen Menschen dieses Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, so müßte es geschehen.”

–Ludwig von Mises, Liberalismus, Jena 1927, S. 96

Written by dominikhennig

5. März 2011 at 02:04

Ludwig von Mises über die FDP (in Deutschland und der Schweiz)

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„Jene, die sich heute „Liberale“ nennen, vertreten politische Ziele, die genau das Gegenteil dessen sind, was die Liberalen des 19. Jahrhunderts in ihren Programmen befürwortet haben. Sie vertreten die sehr weit verbreitete Meinung, dass Redefreiheit, Gedankenfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Schutz vor Willkür, dass alle diese Freiheiten auch ohne wirtschaftliche Freiheit bewahrt werden können. Sie erkennen nicht, dass alle diese Freiheiten in einem System ohne Markt, in dem die Regierung alles bestimmt, nur Illusionen sind, auch wenn sie im Gesetz verankert und in die Verfassung aufgenommen werden.“

— Ludwig von Mises