Paxx Reloaded

Wieder da: Sex-, Drugs-, Peace- and Rock'n'Roll Libertarians

Archive for the ‘Zwischenruf’ Category

Und nachher haben wieder alle nichts gewusst

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Kalle Kappner auf freitum.de über den gegenwärtigen Marsch Europas ins Vierte Reich. Omnipotent Government reloaded. Lesebefehl!

Tiefgekühlt

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Von Florian Grebner
Hallo sehr geehrte PaxxleserInnen,

ich möchte an dieser Stelle bekannt geben, dass das Projekt Paxx Reloaded vorerst auf Eis gelegt wird.

Gruß

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Written by floriangrebner

18. April 2011 at 19:13

Veröffentlicht in Szene, Zwischenruf

Libyen: Ein Schwein im Sack?

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Von Kevin Carson (Englisch) ins Deutsche übersetzt von Florian Grebner

Ein paar beunruhigende Fakten oder zumindest ein paar beunruhigende Fragen fangen an bezüglich Obamas Libyen Intervention aufzutauchen.

Zunächst einmal berichtete die Asia Times am 2. April (Exposed:  The U.S.-Saudi Libya Deal“) darüber, dass Saudi Arabien in der Arabischen Liga einen Block organisierte um die amerikanische Intervention billigen zu lassen. Im Gegenzug erhielten die Saudis von Obama freie Hand beim eingreifen in Bahrain und beim zerschlagen der Pro-Demokratie Bewegung in diesem Land, welche für die konservativen Monarchien am Golf so beunruhigend ist.

Im Gegensatz zum Mythos, das die Arabische Liga Obamas Intervention gebilligt hat, enthielten sich die Hälfte der Mitglieder der Stimme. Die Mitglieder, die für sie gestimmt haben, waren überproportional im Einflussbereich von Saudi Arabien. Obama bekam das Ergebnis das er wollte, weil die Saudis ihre Kindchen hinzugezogen haben.

Demnach zeigt CNN all die lächelnden Menschen, die V für Victory Zeichen in Bengasi machen, während der König von Bahrain den Ausnahmezustand benutzt um die Pro-Demokratie Bewegung mit der Hilfe von 2.000 saudischen Truppen, zu unterdrücken. Darüber gibt es keinen rührseligen CNN Bericht und keine große öffentliche Anprangerung durch das Außenministerium. Weißt du warum? Weil Bahrain eine befreundete Regierung ist und die Bewegung, die sich gegen die Regierung richtet, zum Großteil aus Schiiten besteht und dies in einen Gebiet wo Iran als Haupt“problem“ angesehen wird.

In Noam Chomskys Terminologie würde man sagen, dass die bahrainischen Demonstranten keine „würdigen Opfer“ sind. Sie werden nicht von einen radikalen Schurkenstaat vernichtet, der in Konflikt mit der U.S. Außenpolitik geraten ist. Eher sind sie eine Unannehmlichkeit für eine Regierung, die weiß wie man mit Washington zusammen spielt. Daher sind sie entbehrlich.

Vielleicht ist es so eine Sache wie der Pressesprecher vom Weißen Haus meinte als er davon sprach, dass Wikileaks den Versuch der USA untergräbt „Demokratie und transparente Regierung zu verbreiten“.

Zweitens, Thomas Mountain von Counterpunch (“Bombing Libya,” March 23) wirft ein paar unangenehme Fragen bezüglich der Bengasirebellen auf. Bengasi, die Stadt in Libyen die am nächsten an Italien ist, ist seit Jahren ein Zentrum des Menschenhandels aus dem subsaharischen Afrika gewesen. Im Durchschnitt passierten etwa Tausend Schwarzafrikaner Bengasi mit der Hoffnung nach Europa flüchten zu können. Demnach war Bengasi der Sitz einer extrem komplexen Gang, die den Menschenhandel kontrollierte, viele von ihnen beuteten ihr menschliches Gepäck so rücksichtslos wie die „Koyoten“ an der amerikanisch-mexikanischen Grenze aus. Gaddafis Regierung versuchte seit Jahren, behauptet Mountain, ohne Erfolg diesen Handel zu unterdrücken. Infolgedessen ist die kriminelle Unterwelt von Bengasi ein Hauptunterstützer der Rebellen.

Bengasi ist ebenfalls ein zu Hause für eine große Anzahl an schwarzafrikanischen Gastarbeitern, die die Arbeit tuen, die die Libyer als „schmutzig“ empfinden. Die einheimische Jugendlichen, welche sich weigert solche Jobs anzunehmen, sind häufig arbeitslos und faulenzen. Also schließen sie sich einer der Jugendgangs, die sich der rassistischen Schikane von schwarzafrikanischen Gastarbeitern anschließt, an. Diese missmutige Jugend war im Herzen der Protestbewegung.

Dies wirft einige Fragen auf bezüglich des berichteten Massakers an Schwarzafrikanern durch das bengasische Militär – angeblich weil Gaddafi Schwarzafrikaner als Söldner anheuerte – nicht wahr? Ich weiß nicht ob Thomas Mountains Schilderung korrekt ist, aber es sollte uns zumindest dazu zwingen zwei mal nachzudenken wenn wir jemanden wie Ed Schulz auf MSNBC die Libyer als „Freiheitskämpfer“ bezeichnen hören.

Demnach heißt es wieder einmal: Immer nach dem Mann hinter dem Vorhang schauen.

Written by floriangrebner

12. April 2011 at 13:57

Hauptstadtpresse setzt sich durch: Ministerien gehen offline

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01.04.11 Weil sich Journalisten der Bundespressekonferenz vor und hinter den Kulissen heftig darüber beschwert hatten, dass Regierungssprecher Steffen Seibert nicht auf Xing nachschlagen Kanzlerin-Reisepläne nicht nur an Journalisten sondern an sogenannte „Bürger“ getwittert hat, gibt es nun eine Kehrtwende bei der Internet-Politik der Bundesregierung: Künftig wird die Deutungs- und Informationshoheit des deutschen Journalistenstandes berücksichtigt und sämtliche Websites abgeschalten.

Es könne nicht sein, dass die Bundesregierung an den Presseagenturen vorbei, direkt an die Öffentlichkeit, kommuniziere, hatten die enttäuschten Gatekeeper-out-of-job beklagt. Außerdem sei Twitter unsicher, „Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, etwa das Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama“, so der Tenor.

Zurecht hatten die Herren der veröffentlichten Meinung darüber geklagt, dass eine Twitter-Strategie Arbeitsplätze gefährde: Denn was bräuchte man Journalisten, wenn Informationen direkt ans Volk gelangen, und zwar ohne sie vorher durch Pressevertreter korrekt aufzubereiten.

In der eilig eingesetzten Arbeitsgruppe zwischen Verleger- und Journalistenverbänden einerseits und den Spitzen der Koalition andererseits wurden folgende Punkte vereinbart:

  • Regierungsamtliche Websites sind nur dann zulässig, wenn sie ausschließlich gedruckt in privatwirtschaftlichen Verlagen erscheinen
  • Digitale Produkte, deren Eigner außerhalb der Deutschen Reichsgrenzen des Jahres 1937 ansässig sind (Google, Twitter, Facebook…) werden von der Bundesregierung nicht mehr benutzt
  • Das Projekt „E-Post“ für Bürger wird um die „R-Post“ erweitert. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Wiederwahl des Berliner regierenden Bürgermeisters werden Rohrpost-Strecken vom Bundespresseamt in sämtliche Hauptstadtredaktionen vorgesehen
  • Die in der Bundespressekonferenz zusammengeschlossenen Journalisten akzeptieren moderne Kommunikationswege, so lange sie den bundesdeutschen Datenschutzbestimmungen entsprechen. Flaschenpost sowie die Zustellung per Brieftaube werden vorbehaltlich eines Datenschutz-Streßtests akzeptiert
  • Langfristig ist ein Moratorium für den sogenannten „Computer“ geplant. Die Vertragspartner erklären sich bereit, wohlwollend eine Gesetzesinitiative auf zwangsweise Umstellung hinsichtlich mechanischer Schreibmaschinen zu prüfen.

Im Gegenzug erklären sich die Hauptstadt-Journalisten bereit, weiter positiv für die Mitglieder der Regierung stellenden Parteien zu berichten

 

via ibusiness.de

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Written by floriangrebner

1. April 2011 at 17:02

Nuklearenergie gibt’s nur auf Staatsbefehl

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„Ich habe nie verstanden, warum Libertäre in Punkto Nuklearenergie das Sprachrohr der Etatisten meinen werden zu sollen, nur weil konkurrierende Etatisten gegen Nuklearenergie sind (dann aber für alternative Katastrophen). Nuklearenergie gibts nur auf Staatsbefehl. Ursache: Militärisch-industrieller Komplex. Grundlagen: Staatliche Forschung. Aufbau und Durchführung: Staatsknete, Staatsknete und nochmals Staatsknete. Staats“recht“: Schutz vor Regressansprüchen. Nirgendwo Markt. Das Unglück von Fukushima ist typisch für etatistische gigantomanische Technologie, ähnlich wie die Opfer stalinistischer und maoistischer Industrialisierung.“ — Stefan Blankertz

Written by dominikhennig

17. März 2011 at 00:32

Arizona

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Tagespolitik ist Scheiße, und Links-Rechts-Geseire erkenntnisverstopfend!

Kamen die jetzigen Schüsse „von rechts“, kamen die auf Pim Fortuyn „von links“? Bullshit. Geschossen wurde, als beschlossen wurde, Zwang anzuwenden, ganz normal „Politik zu betreiben“.  Attentäter (sofern keine Auftragskiller!) sind Zurückschießer.

Jede Form von Politik ist Gewalt und IMMER provoziert sie, je institutionalisierter sie ist, umso mehr eruptive Gegengewalt verzweifelter Individuen. Die Alternative ist NICHT noch mehr Restriktion (der Sprache oder des Waffenbesitzes), sondern ein politikfreies Zusammenleben in einer entstaatlichten Sozialordnung, in Übereinstimmung mit dem Gewaltausschlußprinzip (nach Murray Rothbard und Hans-Hermann Hoppe).

Zur Gewalt: jede Form ist verabscheuungswürdig, aber wir tun immer so, als sei die emotionsgeladene Gewalt sagen wir eines mit Hass aufs System und seine Repräsentanten ausgestatteten Amokläufers irgendwie pejorativer zu werten als die emotionslos-nüchterne etwa eines uniformierten Bomberpiloten, der nur seinen Befehlen gehorcht. Oder eines Wählers, der nur Kreuzchenmachen + seinen Stimmzettel falten braucht, um Gewalt gegen Mitbürger (Enteignung für wohlfahrtsstaatliche Zwecke) oder Menschen in Sonstwoland (gewaltsame Implementierung einer Ordnung, die er für die Menschen dort für das Beste hält) in Gang zu setzen und zu „legitimieren“.

Dabei ist es umgekehrt!

Written by dominikhennig

10. Januar 2011 at 12:18

Veröffentlicht in Etatismus, Grundsätzliches, Zwischenruf

Die Orbanisierung der post-radikalen Liberalen

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Viktor Orban fing genauso wie Carl I. Hagen und Anders Fogh Rasmussen mal als „Radikal-Liberaler“ an. Heute ist er Puszta-Putin, die beiden anderen sind ebenfalls rechte Ekelpakete (xenophob/bellizistisch). Es gilt der alte Satz von Matt Jenny: „Der Liberale, der aufhört, radikal zu sein, hört auf, liberal zu sein.“ Die Metamorphose des nicht mehr vom Feuer der Radikalität angetriebenen Liberalen zum Konservativen beschreibt übrigens Rothbard sehr schön in „For a New Liberty“!

Written by dominikhennig

4. Januar 2011 at 13:55